MüritzProms einmal anders: 2025 wird die Bühne am Warener Stadthafen zum Schauplatz eines Opernthrillers. Puccinis „Tosca“ spielt in politisch brisanten Zeiten und besitzt mit Liebe, Sex und Crime alle Zutaten für einen spannenden Abend. Doch vor allem ist es die leidenschaftliche Musik mit ihren facettenreichen Farben, die den Hörer vom ersten Takt an in ihren Bann zieht.
Premierenabend auf dem Neustrelitzer Schlossberg. Fotos: TOG/Juliane Fischer
Über 1800 begeisterte Besucher durfte die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz bereits am ersten Wochenende der Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz 2025 begrüßen. Noch bis zum 9. August wird Emmerich Kálmáns Operette „Die Zirkusprinzessin“ aufgeführt. Vor der wunderbaren Kulisse der Schlosskirche entsteht eine opulente und glitzernde Zirkuswelt, in der die Geschichte des geheimnisvollen Luftakrobaten Mister X erzählt wird, der versucht, Fürstin Fedora Palinska für sich zu gewinnen. Eine Intrigengeflecht in St. Petersburg und ein Happy End in Wien?
Die 27. Philharmonische Radtour der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/ Neustrelitz und des ADFC Tollense mit freundlicher Unterstützung durch die Evangelische Kirche Burg Stargard führt in diesem Jahr am Sonntag, dem 22. Juni, nach Cammin.
Die Tour beginnt um 10 Uhr an der Neubrandenburger Konzertkirche. Nach Begrüßung und musikalischer Einstimmung durch Kayoko Adler-Tasaki (Schlagwerk) und Anatoliy Mosyuk (Fagott). fahren die Radler nach Burg Stargard. Hier erwarten sie eine musikalische Zwischenrast in der Kirche mit dem Modern-Senior-Chor Neubrandenburg, die Pastorin sorgt für Kaffee.
Auch in diesem Jahr lädt die TOG ihr Publikum ein, einen unvergesslichen Abend im Schlossgarten Neustrelitz zu erleben – mit der zauberhaften Kammeroper „Bastien und Bastienne“ von Wolfgang Amadeus Mozart – die erste Oper des Wunderkinds, komponiert im Alter von nur 12 Jahren. Das elegante musikalische Kammerspiel entführt auf eine Reise durch den Schlossgarten, auf den Spuren einer jungen Liebe, voller Zauber, Eifersucht und Hoffnung.
Marie Nadja Haller (Sophie Mundt), Robin Meisner (Karl Wolf), Thomas Pötzsch (Dieter Bourmer), Barbara Schnitzler (Elena Hillenbrand), Lisa Scheibner (Anna Weber), Karin Hartmann (Marion Bourmer), Christian Ehrich (Hans Weber), Florian Rast (Peter Schmidt), Erik Born (Christian Neumann). Fotos: Matthias Horn
Zum Ausklang der Spielzeit hin hat die Schauspielsparte der TOG den Neustrelitzer Theatergängern noch einmal ein Bonbon beschert. Ein Riesenerfolg bereits am Schauspielhaus Neubrandenburg, erlebt „Anna“ nun auch drei Aufführungen in der Residenzstadt. Heute Abend um 19.30 Uhr die letzte Vorstellung, Glückspilze können vielleicht noch eine der Restkarten ergattern.
Die Neubrandenburger Philharmonie vergibt zum vierten Mal Förderpreise für Musikschüler von Kon.centus. Foto: Neda Nevaee
Bereits zum vierten Mal wird in diesem Jahr der Musikschulförderpreis der Neubrandenburger Philharmonie vergeben – ein besonderes Zeichen der engen Zusammenarbeit zwischen der Kreismusikschule „Kon.centus“ und der Theater und Orchester GmbH (TOG) mit ihrer Neubrandenburger Philharmonie.
Der Förderpreis dient der Würdigung besonderer musikalischer Leistungen im Verlauf eines Schuljahres, der Motivation und Förderung von Musikschülerinnen und Musikschülern sowie der Talentförderung. Er unterstützt gezielt Kinder und Jugendliche auf ihrem musikalischen Weg – durch die Finanzierung von Noten, Instrumenten oder Kursen. Möglich gemacht wird dies unter anderem durch einen Euro pro Eintrittskarte, der bei öffentlichen Generalproben der Philharmonie in den Fördertopf fließt.
David Danholt, Ryszard Kalus, Laura Albert, Bernd Könnes und Robert Merwald (von links) in der Oper „Die Feen“.Foto: Jörg Metzner
Feenstaub liegt in der Luft, und ein verkanntes Erstlingswerk wird enthüllt. Am Wochenende feierte DIE FEEN Premiere im Landestheater Neustrelitz. Richard Wagners erste vollständige Oper wird nur selten an deutschen Bühnen gespielt, jetzt im Juni ist sie in Neustrelitz zu erleben. Mit magischen Wesen, kriegerischen Heeren und natürlich: der Feenwelt.
Laura Scherwitzl (Roxie Hart), Deutsche Tanzkompanie, Opernchor.Foto: Jörg Metzner
Zum Bericht über den Spielplan 2025/26 der TOG ist noch ein kleiner Nachtrag zu erledigen. Der eine oder andere Musiktheaterfreund wird sich vielleicht gewundert haben, dass trotz des riesigen Erfolgs der Inszenierung von „Chicago“ in der auslaufenden Saison am Landestheater Neustrelitz sich das Musical nicht unter den Wiederaufnahmen findet.
Malte Bähr, Sven Müller, David Czesienski und Daniel Geiss (von links) bei der Pressekonferenz im Neubrandenburger Schauspielhaus
Man sieht es dem edlen Cover des neuen Spielzeitbuches auf den ersten Blick an: 2025/26 wird an den Theaterstandorten Neustrelitz und Neubrandenburg das 250. Bühnenjubiläum zelebriert. Und schlägt man das rund 220 Seiten starke Druckwerk auf, so findet sich im Umschlag eine Theaterchronik von 1776 bis 2026. Intendant und Operndirektor Sven Müller sprach auf der heutigen Pressekonferenz im Schauspielhaus für seine TOG von einer „Fackel, die wir übernommen haben, für eine kurze Zeit tragen dürfen, um sie dann für hoffentlich weitere 250 Jahre weiterzugeben“.
Teil der Theatergeschichte zu sein, das sei gleichermaßen Ehre, Verantwortung, und Freude. Theater sei Treiber des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens, so der Intendant. Mit dem spartenübergreifenden Pasticcio „Spielt!“ am 23. Mai 2026 im Landestheater Neustrelitz, das im selben Jahr auch nach Neubrandenburg kommt, wird das Vierteljahrtausend Theater für die Seenplatte künstlerisch gewürdigt.
Was war denn da los am Theater? Jede Menge Musik und dann noch ein Polizeieinsatz. Was sich liest wie eine „1. Mai-Demo“, waren aber nur die beiden jüngsten Premieren der TOG. Da lief der Liederabend BASTEL UND PÖTZSCHI – DIE FRÜHEN JAHRE im Landestheater und die neueste Folge des TOG-POLIZEIRUFS 110 in der Neubrandenburger Innenstadt. Und genauso geht es weiter, denn der Mai wird sang- und klangvoll.