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Anna, Landestheater, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Schauspiel, TOG

Zum Ausklang der Spielzeit hin hat die Schauspielsparte der TOG den Neustrelitzer Theatergängern noch einmal ein Bonbon beschert. Ein Riesenerfolg bereits am Schauspielhaus Neubrandenburg, erlebt „Anna“ nun auch drei Aufführungen in der Residenzstadt. Heute Abend um 19.30 Uhr die letzte Vorstellung, Glückspilze können vielleicht noch eine der Restkarten ergattern.
Das von Ella Hickson, Max und Ben Rinham konzipierte Stück ist zum ersten Mal in deutscher Sprache auf die Bühne gekommen, die tolle Inszenierung von Walter Meierjohann ein Verdienst mehr auch der TOG. Über Kopfhörer folgt das Publikum dem sich entwickelnden Thriller 1968 in einer Ostberliner Platenbauwohnung. Heißt, der Zuschauer hört auch, was er nicht sieht. Und das immer aus der Perspektive der Titelfigur.
Lisa Scheibner zu Recht gefeiert
Ich bin mit gewissem Vorbehalt in die gestrige Vorstellung gegangen und war am Ende sehr angetan von dieser Art, Theater zu genießen. Mal etwas ganz anderes. Dennoch hebe ich mir das Prädikat „begeisternd“ für das berührende Spiel von Lisa Scheibner auf, die verdientermaßen am Ende für die Rolle der Anna gefeiert wurde. Ihr zur Seite eindrucksvoll agierend Erik Born, Karin Hartmann, Josefin Ristau, Marie Nadja Haller, Thomas Pötzsch, Florian Rast und als Gäste Christian Ehrich, Robin Meisner und Barbara Schnitzler, die sich nicht zu schade war, die Leute im Saal eingangs in den Gebrauch der Kopfhörer zu unterweisen.
Das Bühnenbild von Steffi Wurster, ein aus dem Wohnblock herausgeschälter drehbarer Quader, einfach genial. Meine Holde hat vor der Entscheidung für meine Wenigkeit in der Neubrandenburger Oststadt gewohnt und gestern Abend ein Wiedersehen mit ihrem Wohnzimmer samt Durchreiche zur Küche gefeiert. Ein authentisches Stück bis ins Detail, wer könnte das besser beurteilen als wir, die wir in der DDR geboren und dort aufgewachsen sind.
Alles Gute für Priebe und Czesienski
Und die Kopfhörer? Gern mal wieder, es war zweifellos eine Bereicherung. Aber zumindest ich habe es beim Theaterbesuch dann vielleicht doch lieber herkömmlich als experimentell. Und freue mich auf neue Schauspielproduktionen der TOG, bei der bekanntlich auf dem Posten des Spartendirektors der Staffelstab übergeben wird. Auf Maik Priebe, meine Verehrung, folgt David Czesienski, noch einmal herzlich willkommen. Die besten Wünsche für beide Theatermacher von Strelitzius.






Sehr interessant, ich glaube, es hieß „Plattenbau“.
Habe gern darin gewohnt.