Am kommenden Donnerstag, 5. Oktober, ist es wieder soweit. Um 18 Uhr wird in Mirow demonstriert. Die Mitglieder der Bürgerinitiative Umgehungsstraße Mirow e.V. und Sympathisanten treffen sich um 18 Uhr vorm Unteren Schloss in der „Schulkurve“.
Das Motto der Demo mit halbstündiger Sperrung der B198 lautet „4. Quartal 2023 – Quartal der Entscheidung?!“ Zudem erfolgt der Austausch über eventuelle Neuigkeiten.
Die beiden Moderatoren Luis Süldt und Lotte Horvay mit Peter Schmitt, Wolfram Fleischhauer und Henry Tesch (von links) in der Aula des Carolinums.
Zum wiederholten Male haben die Mirower Buchhändler Grit und Peter Schmitt mit dem Neustrelitzer Gymnasium Carolinum zusammengearbeitet. Nachdem bereits vor zwei Jahren Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hatten, in Mirow mit Autoren und Verlegern ins Gespräch zu kommen, wie man Schriftsteller wird, wie man einen Verlag findet und was es bedeutet ein Buch herauszugeben, war im vergangenen Jahr der inzwischen verstorbene Autor und Regisseur Wolfgang Kohlhaase im Neustrelitz zu Gast und stand dem Auditorium der angehenden Abiturstufe Rede und Antwort.
In diesem Jahr ging es nun um die Verfilmung des Romans „Schweigend steht der Wald“ von Wolfram Fleischhauer. Diese konnten die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe in der Aula des Carolinums erleben. Und Autor Wolfram Fleischhauer war dabei, was diese Begegnung mit Literatur zu einer besonderen Art machte.
Wolfram Fleischhauer bei seinem Auftritt in Mirow im Unteren Schloss.
95 Minuten verfolgten die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten das Geschehen um die Hauptdarstellerin Anja Grimm, die sich für ein Forstpraktikum in eine Gegend begibt, die sie aus ihrer Kindheit kennt. Die Verknüpfung von drei verschiedenen Zeitebenen, 1945-1979-1999, wird während des Films zu einer Herausforderung, hinzukommt, dass auch die teilweise Nutzung des Dialekts wesentliche Passagen des Films schwer verständlich machen. Was zunächst wie ein Kriminalroman erscheint, wird im Laufe des Films zu einer Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus, wird zu einer Frage des Umgangs mit Schuld, Verantwortung und Verschweigen, und das auf allen drei Zeitebenen.
Zwänge und Kompromisse
Im Anschluss nutzten die Elftklässler die Möglichkeit, dem Autoren Fragen zu stellen, der diese auch sehr offen und ehrlich beantwortete. So sprach er darüber, dass das Ende des Films nicht seinem Roman entspricht, er klärte ebenso darüber auf, wie ein Film entsteht, welchen Zwängen und Kompromissen man sich fügen muss. Die Nutzung des Dialektes sah er aus der Sicht der Rezipienten kritisch.
Die Meinung der Schülerinnen und Schüler deckte sich in vielen Punkten: eine gute schauspielerische Leistung, Auch die Stimmung wurde gut umgesetzt durch die Kameraführungen und die Filmmusik. Eine ganze Reihe der Zuschauenden wurde zum Lesen des Romans angeregt, gerade auch durch die Ausführungen des Autors. Damit wurde ein wichtiger Grundsatz des Literaturunterrichts erreicht – die Inspiration zum Lesen. Und in diesem Fall sogar eines Gegenwartsromans, was sich die Schülerinnen und Schüler immer wieder wünschen.
Henry Tesch (Zweiter von rechts) mit den Preisträgern, darunter Petre Abraham Smeu (links), Yujin Lim und Sara Kim (Fünfte und Dritte von rechts).
Petre Abraham Smeu (Rumänien/Spanien) hat den Königin Sophie Charlotte Wettbewerb für Violine im Rahmen des XX. Internationalen Festivals der Künste in Mirow (Strelitzius berichtete) und damit die Goldmedaille gewonnen. Der 2. Preis ging an Yujin Lim, die auch noch den Publikumspreis erhielt, der dritte an Sara Kim, beide aus Südkorea. Die Preise sind mit 1000, 750 und 500 Euro dotiert. An sechs der Wettbewerbsteilnehmer wurden Sonderpreise verliehen, darunter der Meisterwerkstatt für Geigenbau Klaus Ludwig Clement für den Erstplatzierten.
Petre Abraham Smeu
„Es war ein hervorragendes Festival. Der Zuspruch des Publikums war so hoch wie noch nie, von den öffentlichen Proben bis hin zu den Konzerten“, so das Fazit des Vorstandsvorsitzenden des Mirower Residenzschlossvereins Henry Tesch zum eben beendeten Festival und dem eingebetteten Wettbewerb. „Mittlerweile hat sich das Festival der Künste mit seinem Wettbewerb neben der künstlerischen Qualität bzw. gerade deshalb zur absoluten saisonverlängernden Maßnahme in Mirow und Umgebung entwickelt. Wir als Vorstand vom veranstaltenden Förderverein Residenzschlossverein e.V. Mirow bedanken uns bei allen Förderern, Helfern und Unterstützern. Ein besonderer Dank geht an unsere Kollegin Christiane Oestreich für ihre hervorragende Organisation und ihren Einsatz“, äußerte Henry Tesch, Bürgermeister von Mirow, gegenüber Strelitzius.
„Insgesamt haben wir uns auch beim bewährten künstlerischen Leiter unseres Internationalen Königin Sophie Charlotte Wettbewerbes für Violine, Prof. Sylvio Krause, sowie allen Jurymitgliedern herzlich zu bedanken. Ohne ihre Expertise und ihr Können wäre ein solcher einmaliger Wettbewerb nicht denkbar“, betonte Tesch weiter. Und er empfahl, den Termin für nächstes Jahr unbedingt vorzumerken: 14. bis 21. September 2024.
Die Mitglieder der Jury, Zweiter von rechts Prof. Sylvio Krause, Künstlerischer Leiter des Königin Sophie Charlotte Wettbewerbs.
Dr. Rajko Lippert vom Lions Club Neustrelitz/Mecklenburg-Strelitz würdigt Petre Abraham Smeu, rechts Henry Tesch, links Prof. Sylvio Krause.
Der Schein hier trügt: Beim Preisträgerkonzert im Schloss Mirow blieb kein Platz leer.
Nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Monat laden Kapitän Kevin Lierow-Kittendorf und seine „Kreativ-Kogge“ zum zweiten Kofferraum-Trödelmarkt in Mirow hinter das alte Feuerwehrgebäude in der Rotdornstraße ein. Die Veranstaltung findet am kommenden Sonntag, den 24. September, von 9 bis 15 Uhr statt und verspricht erneut ein spannendes Treffen für Schnäppchenjäger und findige Händler.
Der Kofferraum-Trödelmarkt hat sich bereits im ersten Durchgang als beliebter Anlaufpunkt für die lokale Gemeinschaft in Mirow erwiesen. Auch dieses Mal haben Besucher die Gelegenheit, nach Herzenslust zu stöbern und einzigartige Schätze zu entdecken. Ob Antiquitäten, Vintage-Kleidung, Bücher, Spielzeug oder Haushaltsgegenstände – hier findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Dazu gibt es ein vielfältiges Imbissangebot, darunter Fleisch vom Strauß.
Das XX. Internationale Festival der Künste Residenzschloss Mirow hat auf der Schlossinsel begonnen (Strelitzius berichtete). Eine Woche lang dreht sich dabei alles um klassische Musik. Neben täglichen Konzerten gibt es auch Meisterkurse für Violinisten und einen Internationalen Wettbewerb.
Abends ab 19.30 Uhr sind in der Remise auf der Schlossinsel unterschiedliche Konzerte zu erleben. Das Spektrum reicht von Violinmusik über Klavierkonzert bis hin zu einem Jazzkonzert mit Andreas Pasternack. Am Mittwoch beginnt einer der Höhepunkte das Festivals, nämlich der Internationale Königin Sophie Charlotte Wettbewerb für Violine. Die Wertungsrunden wie auch die Meisterkurse ab 9.30 Uhr sind für interessierte Zuschauer öffentlich und kostenfrei.
Am Ende des Festivals präsentiert der Residenzschlossverein Mirow die Preisträger des Wettbewerbs im Festsaal des Mirower Schlosses mit anschließenden Sektempfang im 3 Königinnen Palais.
Am Freitag beginnt die Ausstellung „Meisterbögen im 3 Königinnen Palais“. Ab 14 Uhr stellt Bogenmachermeister Jens Paulus handgefertigte Bögen für Streichinstrumente aus seiner Werkstatt vor. Er gibt Einblicke in seine Arbeit und bittet zum Probieren.
Karten für die abendlichen Konzerte gibt es im Torhaus1 in Mirow unter der Telefonnummer 039833 20954 sowie im 3 Königinnen Palais unter der Telefonnummer 039833 27567.
Publikumsliebling Shanting Zong aus China nimmt 2017 die Glückwünsche von Henry Tesch entgegen, Vorstandsvorsitzender des Residenzschlossvereins und Bürgermeister von Mirow.
Traditionell lädt der Residenzschlossverein Mirow vom 16. bis zum 23. September zum XX. Internationalen Festival der Künste ein. Das Festival beinhaltet neben dem Violinwettbewerb auch den Meisterkurs, die abendlichen Konzerte und die Bogenausstellung.
Auch das XX. Festival steht unter der Leitung von Professor Sylvio Krause, Erster Konzertmeister der Norddeutschen Philharmonie in Rostock. Ihm ist es wieder gelungen eine hochkarätige Jury für den Königin-Sophie-Charlotte-Wettbewerb für Mirow zu gewinnen. Die Anmeldungen ließen auch in diesem Jahr nicht lange auf sich warten. Die jungen Musiker kommen aus neun Nationen, erstmalig darunter aus Rumänien und Spanien. Bei den Wertungsvorspielen in der Remise ist das Zuhören und Zuschauen kostenlos möglich und erwünscht.
Philipp Thönes
Der Meisterkurs beginnt am 16. September um 16 Uhr in der Remise. Den Auftakt für das Festival am Sonntag den 17. September, um 16 Uhr, gestalten im Eröffnungskonzert Solisten und Ensembles der Kreismusikschule Kon.centus in der Remise. Einen Tag später präsentieren die Teilnehmer des Meisterkurses Perlen der Violinliteratur im Meisterkurskonzert. Die Teilnehmerzahl für den Meisterkurs ist in diesem Jahr so hoch wie noch nie.
Traditionell gehört der Jazz zum Festival: Der beliebte Saxophonist Andreas Pasternack wird am Dienstag um 19.30 Uhr mit seinem Trio in der Remise jazzen, rocken und singen. Die Großen Klavierwerke von Bach, Brahms, Liszt und Chopin erklingen am Donnerstag. Philipp Thönes verzaubert um 19.30 Uhr in der Remise.
Ebenfalls am Donnerstag beginnt die Ausstellung „Meisterbögen im 3 Königinnen Palais“. Ab 14 Uhr stellt Bogenmachermeister Jens Paulus handgefertigte Bögen für Streichinstrumente aus seiner Werkstatt vor. Er gibt Einblicke in seine Arbeit und bittet zum Probieren.
Im festlichen Abschlusskonzert am Sonnabend um 19 Uhr sind die Preisträger des XX. Internationalen Königin Sophie Charlotte Wettbewerb für Violine im Festsaal des Mirower Schlosses zu erleben. Anschließend gibt es einen Sektempfang im 3 Königinnen Palais, wo die Preisträger nochmals bei der Übergabe des beliebten Publikumspreises zu erleben sind.
Die Karten für die Konzerte kosten 15 €, das Galakonzert zum Abschluss 25 €. Kartenverkauf beim Schlossverein unter der Telefonnummer 039833 20954 oder im 3 Königinnen Palais bei der Kleinseenplatte Touristik GmbH.
Andreas Pasternack und Kollegen sind am Dienstag in der Remise zu erleben.