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Ein Walzertraum, Festspiele, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Operette, Schlossgarten, TOG

Für die diesjährige Festspiel-Operette „Ein Walzertraum“ von Oscar Straus im Schlossgarten Neustrelitz vom 12. Juli bis zum 3. August sind im Vorverkauf Stand heute bereits 5806 Tickets erworben worden. Das sind mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres und auch 2022, wie TOG-Intendant Sven Müller auf einer Pressekonferenz im Landestheater der Residenzstadt zum größten Operetten-Event Deutschlands hoffnungsvoll mitteilte. „Es ist der letzte große Operettentitel, den wir in Neustrelitz noch nicht inszeniert haben. Das holen wir jetzt nach“, freute sich der Chef der Theater und Orchester GmbH. Auf die Schlossberg-Bühne werde ein Stück voller Lust und Leidenschaft gebracht. 13 Aufführungen wird es geben.
Regie führt Roman Hovenbitzer, der 2001 mit „Land des Lächelns“ sein Inszenierungsdebüt in Neustrelitz gegeben und seither mehrere Produktionen in der Residenzstadt und am Schauspielhaus Neubrandenburg geleitet hat. „Ein Walzertraum“, 1907 in Wien uraufgeführt, sei zunächst ein Welterfolg gewesen, später aber „ein bisschen ins Hintertreffen geraten. Ich bin sehr froh, die Operette heute und hier neu betrachten zu dürfen“, so Hovenbitzer, der im vergangenen Jahr auf dem Schlossberg als Zuschauer bei „Viktoria und ihr Husar“ nach eigener Aussage bereits Vorfreude auf seine Aufgabe empfunden habe.
Handlung auf ein Abstellgleis mit Waggons verlegt
Der Österreicher Hermann Feuchter hat die Arbeit am Bühnenbild vom im Herbst vergangenen Jahres im Alter von nur 57 Jahren überraschend verstorbenen Roy Spahn übernommen. Feuchter hat nach eigener Aussage Wiener Schmäh importiert. Die Handlung ist auf ein Abstellgleis verlegt worden, dort zu findende Waggons sind für die jeweiligen Spielsituationen immer wieder neu verschiebbar. „Es wird nie langweilig“, versprach der Bühnenbildner.
Daniel Klein hat gemeinsam mit Ina Stoertzenbach die musikalische Leitung. Die Operette wimmele geradezu vor schönen Melodien, schwärmte Klein, 1. Kapellmeister bei der TOG Neubrandenburg/Neustrelitz. Es sei ein Ensemblestück mit wenigen Arien, dafür mehr Duetten und Terzetten. Für ihre Zeit sei „Ein Walzertraum“ „eine ganze Ecke moderner“ gewesen. Am Klavier wies der Experte nach, dass die Operette mit ihren „üppigen Orchesterklängen“ sogar jazzharmonisch angereichert ist. „Sie bedient die musikalischen Erwartungen in vielerlei Hinsicht und ist zu Unrecht nicht so häufig gespielt worden.“
Die Pressekonferenz wurde bereichert durch Gesangsbeiträge von Sopranistin Laura Scherwitzl, die die Rolle der Franzi Steingruber übernommen hat, Mezzosopranistin Julia Baier-Tarasova als Friederike von Insterburg in der Inszenierung und Tenor Bernd Könnes, der eine Arie des Leutnant Niki stellvertretend für den erkrankten Kollegen Andrés Felipe Orozco zu Gehör brachte.
Sven Müller machte abschließend auf weitere Angebote der diesjährigen Festspiele im Schlossgarten aufmerksam. Als Wandelspaziergang durch den Schlossgarten wird vom 15. Juni bis zum 7. Juli Mozarts Singspiel „Bastien und Bastienne“ offeriert. Am 30. Juli präsentiert Noble Composition ein ganz besonderes Konzerterlebnis auf der Festspielbühne: die Tribute-Show „One Night with ABBA“. Und für alle ab sechs Jahren gibt es am 16. und am 17. Juli im Schlossgarten das Berliner ATZE Musiktheater mit „Emil und die Detektive“.
Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz – Operette (tog.de)

