Unbeschreiblicher Jubel heute Abend bei den Volleyballern des PSV Neustrelitz in der 2. Bundesliga Nord und den rund 180 Fans, die in die Halle der Bundespolizei gekommen waren. Die Gastgeber haben den amtierenden Meister und Tabellenführer in einem begeisternden Spiel 3:2 (25:20, 22:25, 19:25, 25:22, 15:11) geschlagen und können zwei der drei Punkte für sich verbuchen. Knapper Kommentar von Routinier und MIttelblocker Paul Sprung in aller Bescheidenheit: „Wir waren streckenweise schon ganz schön gut.“
Als beste Spieler wurden bei den Mondorfern Zusteller Sebastian Dinges und bei den Neustrelitzern Diagonalangreifer Stephanos Haridimou ausgezeichnet. Der ausführliche Spielbericht folgt morgen Vormittag.
Geehrt: Sebastian Dinges (links) und Stephanos Haridimou.
Thomas Franke erwartet von seinen Jungs morgen das Beste. Hinten von links Tom Kliefoth, Tyron Manu Gyamenah, Nils Röth und Manuel Härtel.
Da ist eine Rechnung offen: Zum Saisonstart haben die Oberligakicker in Fürstenwalde ein 2:4 kassiert. Nun kommen die Unioner am morgigen Sonntag ins Parkstadion. Zwar als Tabellenletzter, aber TSG-Coach Thomas Franke hat die Auftaktpleite nicht vergessen und betont: „Da ist Vorsicht geboten, wir müssen unser Bestes auf den Rasen bringen.“
Trotzdem können seine Jungs natürlich mit breiter Brust gegen die Gäste antreten. Ihre Heimstärke haben sie erst am vergangenen Sonntag gegen den Tabellenzweiten Lichtenberg 47 unter Beweis gestellt, das sie fast über die komplette Zeit dominiert haben. Außerdem gibt es aktuell keine Probleme im Kader, die Stimmung ist richtig gut. „Wir sind heiß auf Union“, so mein Blogpartner bei der Vorbesprechung der morgigen Partie weiter. Sollte heißen, dass die TSG nach der Punkteteilung in letzter Minute am zurückliegenden Wochenende diesmal als klarer Sieger vom Platz geht. Und vom momentanen zehnten Tabellenplatz (21 Punkte) wieder auf einen einstelligen Rang gelangt. Staaken hat 22 Zähler auf dem Konto und heute schon gespielt, nach oben folgen gleich vier Teams mit 23 Punkten. Schwächeln ist jetzt nicht angesagt für unsere Jungs.
„Hannemann, geh du voran…“, pflegte mein Vater immer mal wieder zu sagen. Und alsbald ließ ich den Spruch selbst zum Mund heraus. Erst später erfuhr ich, dass es sich bei besagtem Hannemann um einen der Sieben Schwaben handelt, der die größten Stiefel anhat und deswegen im Kampf gegen ein vermeintliches Untier vorgeschickt wird, „…,dass dich das Tier nicht beißen kann“. Bis ins reife Alter habe ich hingegen gebraucht, um Hein Hannemann kennenzulernen. Das habe ich dem Lexikus Verlag mit Sitz in Bad Kleinen zu verdanken.
Verlagschef Steffen Herbst hat sich bei mir gemeldet, nachdem er in meinem Blog von der Ernennung einer jugendlichen Niederdeutsch-Botschafterin in MV gelesen hatte. So ganz teile er die vom Kultusministerium verbreitete Euphorie in Sachen Platt nicht, „aber wir werden das Mädchen unterstützen, wo immer wir können“. Zurück zu Hein Hannemann: Das von der Schwerinerin Sophie Kloerss 1923 unter Pseudonym veröffentlichte, völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene und 2009 neu aufgelegte gleichnamige Kinderbuch um einen Rostocker Jungen ist 2021 im Lexikus Verlag up Platt erschienen. Nicht weniger als 22 niederdeutsche Autoren vom Runden Tisch Plattdeutsch des Heimatverbandes MV und Eingetragene im Atlas Niederdeutsch haben in einem Gemeinschaftsprojekt die Übersetzung bewerkstelligt. Ulrike Stern vom Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Uni Greifswald überarbeitete die Texte zu einer einheitlichen Fassung und übertrag sie ins Schulplattdeutsch nach Renate Hermann-Winter.
Die Geschichten von der Wasserkante (Läuschen von de Waterkant) um Hein Hannemann sollen in diesem Jahr in den Hauptsprachen herauskommen. „Hein wird der Welt begegnen, und das ist gut so“, schreibt mir Steffen Herbst. Ein modernes Bilderbuch ist bereits im Verlag erschienen: „Hein Hannemann auf großer Fahrt“ von Rainer M. Osinger. Schließlich beabsichtigt der Verlag auch noch, das eingetragene Warenzeichen Hein Hannemann als Identifikationsfigur ins Zentrum eines Startups zu stellen und 50 Prozent zur Beteiligung in Stückelung anzubieten.
Die wichtigsten Themenschwerpunkte der LINKS-Fraktion der Stadt Neustrelitz stehen bereits fest, gleichzeitig ist noch Platz auf der Liste der Kandidatinnen und Kandidaten, um sich für soziale Themen und den Zusammenhalt in der Stadt zu engagieren. Schwerpunkte im Wahlkampf und auch der zukünftigen Wahlperiode sind die Sicherung des Kulturstandorts, Erhalt und Ausbau der sozialen Infrastruktur wie Kitas und die Begleitung des Schlossturmprojekts. Die zahlreichen Krisen der vergangenen Jahre beeinflussten die kommunale Arbeit stark und manches Thema konnte noch nicht angegangen werden. Nun wollen die Mitglieder der LINKS-Fraktion die Menschen von ihren Ideen überzeugen und für die gemeinsame Arbeit gewinnen.
Derzeit engagieren sich vier Personen aktiv als Stadtvertreter der LINKEN und zwei weitere sachkundige Einwohner. Alle wollen weiterhin „an Bord“ bleiben oder gehen zum Teil auf offene Listen. Aus der aktuellen Stadtvertretung werden der stellvertretende Stadtpräsident Manfred Schwarz, Martin Henze und Dr. Thomas Fiß wieder für die LINKE antreten. Jede Interessentin oder Interessent können also auf die aktuellen Stadtvertreter zugehen oder sich via Mail melden: die-linke-mst@web.de. Allerdings sollte sich die oder der Kandidat nicht allzu viel Zeit lassen, da schon mal die entsprechenden Gremien die Wahllisten erstellen werden.
Die Neubrandenburger CDU hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 1. Februar die Weichen für die anstehenden Kommunalwahlen gestellt. Es wurden einerseits die Kandidatenlisten für die Wahl zur Stadtvertretung beschlossen sowie die Kandidatenliste für den Kreistag nominiert (Strelitzius berichtete). Der Stadtverband öffnet sich vor allem auch für parteilose Kandidaten, zwölf am Stück. Spitzenkandidaten werden Yvette Schöler (Betriebswirtin), Steven Giermann (Lehrer, Stadtverbandsvorsitzender) und Björn Bromberger (Lehrer, Fraktionsvorsitzender). Spitzenkandidaten für die Kreistagswahl werden Renate Krajewski (parteilos, Mitarbeitervertreterin des Klinikums), Frank Benischke (Geschäftsführer Neuwoges) sowie Peter Modemann (Beigeordneter und Stellvertretender Oberbürgermeister).
Weiterhin wurde das Wahlprogramm mit dem Titel „Neubrandenburg bringt´s!“ beschlossen. Das Wahlprogramm der Neubrandenburger CDU gibt es nur noch in Tabellenform unter https://www.cdu-mse.de/neubrandenburg-wahlprogramm. Enthalten sind abrechenbare 142 Ideen. Folgende Kernthemen werden dabei in den Vordergrund gestellt:
Absolute Priorität der Schulneubauten der Grundschule West und Süd.
Sofortige Wiederaufnahme der Schwimmhallenplanung in Neubrandenburg.
Auszahlung einer städtischen Ansiedlungsförderung für fehlende Fachärzte.
Bildung einer eigenen Wirtschaftsdelegation und Entwicklung des Industriegebiets „Ihlenfelder Straße“.