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Ein Schuh, eine Kartoffel und leuchtende Kappen: die neu.sw Busschullehrer Silvio Stubbe (links) und Andreas Teetz sind ausgerüstet für die neu.sw Busschule. Foto: Neubrandenburger Stadtwerke
 

Das neue Schuljahr hat begonnen und damit auch die neu.sw Busschule. Andreas Teetz und Silvio Stubbe von den Neubrandenburger Verkehrsbetrieben schlüpfen seit heute wieder in die Rolle der Buslehrer. Ein Schuh, eine Kartoffel und eine Plastiktonne dienen ihnen als Unterrichtsmaterial – und natürlich ein Stadtbus. 500 Neubrandenburger Erstklässler gehen in den kommenden Wochen bei den beiden in die Busschule. Es ist die 16. Saison.

Die Kinder lernen das richtige Verhalten am und im Bus, dass Abstand halten vor schweren Verletzungen schützt zum Beispiel. Eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird das mit dem Kartoffeltest. Der zeigt den Grundschülern, was mit ihren Füßen passieren würde, wenn sie zu dicht an einem einfahrenden Bus stehen. Der Erdapfel im Schuh ersetzt dabei den Kinderfuß – und wird zerquetscht, wenn der Bus abgesenkt wird. Der Schuh lässt sich anschließend keinen Millimeter mehr bewegen. Daher sollen die Kinder mindestens zwei große Schritte Abstand halten und erst einsteigen, wenn der Bus steht.

Immer wieder Höhepunkt einer jeden Busschule: Die Vollbremsung bei 30 km/h. Dabei „spielt“ die Plastiktonne einen Schüler, der sich nicht festhält. Sie fliegt mit lautem Geschepper durch den Bus. Auch das ist ein sehr eindrückliches Erlebnis für die Erstklässler.

Für die Teilnahme an der neu.sw Busschule erhalten sie unter anderem eine Urkunde sowie eine knallorangefarbene Kappe, mit der sie im Straßenverkehr auch in der kommenden dunklen Jahreszeit auffallen.