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Marieken Matschenz im Gespräch mit Karl Rätsch. Fotos: Ute Köpke

Ein besonderer Film hat am Donnerstag, 30. Juni, um 18 Uhr, im Alten Kino Lychen Premiere. Erstmalig wird Leben und Werk von Karl Rätsch dokumentiert. Der Bildhauer lebt seit 1974 in Lychen, sehr zurückgezogen nahe an einem See. Während der 87-Jährige sein Leben recht unauffällig in der Uckermark gestaltet, hinterlässt sein Wirken überregional von Leipzig über Berlin bis nach Rostock öffentlich Spuren. Ein Beispiel seines künstlerischen Schaffens für die Lychener ist der gut einen Meter große, aus Granit mit Stahl gestaltete Findling „Lychen Postablage“.

Im Film wird die Geschichte dieses lebenserfahrenen Künstlers – geprägt von gesellschaftlichen und persönlichen Um- und Abbrüchen sowie existenziellen Herausforderungen – beleuchtet. Dafür haben Mitglieder des Kunst- und Kulturvereins „simsalArt e.V.“ Karl Rätsch in seinem Atelier besucht und auch die Vernissage seiner großen Werkschau in Passentin filmisch begleitet, Orte mit großen Werken wie Neubrandenburg besucht sowie zahlreiche Gespräche mit dem Künstler dokumentiert.

Interessierte erhalten mit dem Film Einblick in das Leben und Wirken eines heute noch rastlosen Künstlers, der rückblickend feststellt: “Die Katastrophen kamen in meinem Leben immer zur rechten Zeit.“ Die eintrittsfreie Premierenveranstaltung, bei der auch Karl Rätsch anwesend ist, beginnt um 18 Uhr und klingt ab 19.15 Uhr mit Gesprächen aus.

Mit diesem Projekt will der Verein „simsalArt e.V.“ auch den Blick öffnen für die Positionen von KünstlerInnen, die hier im ländlichen Raum schöpferisch tätig sind. Einmal als Ansprache an jüngere KünstlerInnen, um sich mit dem Rückblick auf die Generationen zu verorten und darauf zu beziehen, sowie zur Sensibilisierung der öffentlichen Achtsamkeit für die vielfältige Kulturlandschaft in unserer Region.

Gefördert wurde dieses Projekt von der Bauer-Wrodow-Stiftung, vom Landkreis Uckermark, der Ehrenamtsstiftung und der Stadt Lychen.

www.simsalart.de

Während der Dreharbeiten