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Michael Wirkner, Seestück.

In leuchtenden Farben, gestisch gemalt mit flirrend intensiven Pigmenten, strahlen die Bilder der Serie „Seestück“ von Michael Wirkner noch lange nach. Es liegt eine ungeheure Kraft in dieser Malerei, die man wohl am besten mit der japanischen „gazen ichimi“ (japanisch für „Malerei und Zen sind eins“) vergleichen könnte. Auch von den Zeichnungen wie „Hohes Land“ geht diese Klarheit, Kraft und Ruhe aus. Genau diese Wirkungsweise seiner Malerei ist es, die das große Können des 1957 in Chemnitz geborenen Künstlers auszeichnet und ihn wohl zu einer Ausnahmeerscheinung in der Kunstszene in Mecklenburg machten.

Die Galerie für gegenwärtige Kunst in der Alten Kachelofenfabrik hat nun die Ehre, viele Zeichnungen und Malereien des 2012 verstorbenen Künstlers ab dem 20. Mai bis zum 10. Juli unter dem Titel „Stille und Bewegung“ präsentieren zu können. Die Galerie reiht sich damit ein in einen Ausstellungsreigen in Mecklenburg-Vorpommern, der das Oeuvre dieses Künstlers nun umfangreich präsentiert. Denn bereits am 15. Mai eröffnete, in Kooperation mit der Kunstsammlung Neubrandenburg, die druckgrafische Ausstellung „Schwarzlicht“ im Schloss Plüschow.

Die Kunsthistorikerin Dr. Elke Pretzel, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kunstsammlung Neubrandenburg, wird das Werk Michael Wirkners auch in ihrer Laudatio zur Vernissage am 20. Mai ab 19.30 Uhr würdigen.