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Hornhauttransplantat aus der Gewebebank.

Trotz Corona-Pandemie ist es der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) erneut gelungen, die Gewebespende weiter auszubauen und mehr Patienten mit Augenhornhäuten, Herzklappen, Blutgefäßen und Amnionmembranen zu versorgen. Mit Hilfe der insgesamt 2.897 realisierten Gewebespenden war es der DGFG im vergangenen Jahr 2021 erstmals möglich, über 7.000 Patienten mit einem Gewebetransplantat zu versorgen, darunter 4.145 mit einer Augenhornhaut. Damit konnte die DGFG die Anzahl der zur Transplantation abgegebenen Gewebe in den
letzten zehn Jahren mehr als verdoppeln (2011: 3.143 vermittelte Gewebe).

Mecklenburg-Vorpommern ist eines der spendenstärksten Bundesländer 2021: Hier wurden 334 Gewebespenden realisiert. Als eine von fünf Gesellschafterkliniken engagiert sich auch das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg (DBK) im bundesweiten Netzwerk der DGFG: Hier spendeten 50 Menschen nach ihrem Tod Gewebe. 2020 waren es 41.

60 Prozent aller potentiellen Gewebespender kamen aus medizinischen Gründen wie einer COVID-19-Infektion nicht in Frage. Corona sorgt vor allem an großen Kliniken mit Maximalversorgung für einen hohen Spenderausschluss.

Fotos: DGFG