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Seit einiger Zeit finden in Neustrelitz montags Spaziergänge unter dem Motto „Mondays for Freedom“ statt. Nun rufen Mitglieder des Neustrelitzer Bündnisses „Vielfalt statt Einfalt“ zu mehreren Aktivitäten auf. Dem Bündnis gehören Vertreter der demokratischen Parteien, Vereine, Kultur und der Kirche an.

Die Mitglieder wollen bunt, freundlich und friedvoll zur Solidarität aufrufen. „Was da seit einiger Zeit stattfindet, sind keine Spaziergänge, sondern Demos. Man ist pauschal gegen alles, ohne sich konkret für Verbesserungen der sicherlich auch zu kritisierenden, teilweise hektischen Corona-Politik einzusetzen“, so der GRÜNE Stadtvertreter Falk Jagszent, der gemeinsam mit Thomas Fiß von der LINKEN am nächsten Montag ab 18:30 Uhr eine Mahnwache auf dem Marktplatz angemeldet hat. Als Bündnispartner fragt sich Thomas Fiß, ob allen Teilnehmenden der Montagsdemos klar ist, mit wem diese auf die Straße gehen. Denn die Demo berufe sich u. a. auf die Kampagne freiheitsboten.org, deren Ziel u.a. die Desinformation sei. „Wir möchten konkrete Themen diskutieren und zu einem besonnenen Umgang mit der aktuellen Situation aufrufen.“

Zahlreiche Gäste waren bereits beim Friedensgebet der evangelischen Kirchengemeinde mit den Pastoren Cornelia Seidel und Christoph Feldkamp anwesend, die die Nöte und Ängste der Menschen aufnehmen wollen. In der Kirche ist Gelegenheit, still zu werden, sich anhand biblischer Texte zu besinnen, zu singen und Sorgen und Ängste betend zu bedenken. Die Friedensgebete sollen auch weiterhin parallel zu den Montagsdemos stattfinden.

Ein Angebot der evangelischen Kirchengemeinde am Donnerstag, den 20. Januar, um 19 Uhr in der Stadtkirche ist ein HörRaum, in dem jeder, der möchte, über seine Gefühle, Sorgen und Ängste in dieser Pandemiesituation sprechen kann. Das Motto ist: Dialog durch Zuhören. Es geht nicht um Argumente oder um eine Diskussion. Durch das Sprechen über das, was bewegt, sollen Entlastung und Verstehen erreicht werden.

Wer ebenfalls die Aktivitäten unterstützen möchte, ist herzlich willkommen und wird gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. In der Kirche gelten die 3G Regel, das Abstandsgebot, und die Kontaktdaten werden aufgenommen.