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In einem Ermittlungskomplex mit mehreren Verfahren gegen zwölf Beschuldigte ist es den Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg gelungen, ein regelrechtes Netzwerk aufzudecken, welches die Beschuldigten zur Begehung verschiedener Straftaten errichtet hatten. Dabei ging es unter anderem um Verdacht des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Freiheitsberaubung und Erpressung.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurden Durchsuchungsbeschlüsse für zehn Objekte erlassen. Diese Beschlüsse wurden gestern zeitgleich umgesetzt. Dabei kamen fast 100 Beamte im Bereich Stavenhagen, in Neubrandenburg, bei Bützow und in Eberswalde zum Einsatz. Die hiesigen Ermittler erhielten dabei von Kräften der Landespolizei Brandenburg, unserem Landesbereitschaftspolizeiamt, Diensthundführern und Spezialkräften des LKA Unterstützung.

Bei dem Einsatz beschlagnahmten die Ermittler über 35.000 Euro Bargeld, einen „bunten Strauß“ an Betäubungsmitteln (von Marihuana, über Amphetamin bis Heroin) im Wert von über 17.000 Euro, diverse Arzneimittel, sechs Waffen – eine davon scharf – und ein in Baden-Württemberg entwendetes Pedelec. An einem Einsatzort im Raum Stavenhagen stellten die Beamten außerdem die Entziehung elektrischer Energie fest. Ein Techniker des Stromanbieters beseitigte die Manipulation.

Drei Hauptbeschuldigte (zwei deutsche Männer im Alter von 33 und 34 Jahren und eine deutsche Frau im Alter von 25 Jahren) wurden vorläufig festgenommen und gestern und heute einem Haftrichter vorgeführt. Gegen die beschuldigten Männer wurde Untersuchungshaftbefehl erlassen und sie wurden in Justizvollzugsanstalten verbracht. Gegen die 25-Jährige wurde ein bereits bestehender Haftbefehl vollstreckt und sie befindet sich in einer JVA. Der Beschluss eines Untersuchungshaftbefehls gegen sie wird weiter geprüft.