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Der PSV-Kader für die 2. Bundesliga steht. Foto: PSV Neustrelitz

In gut vier Wochen starten unsere Neustrelitzer PSV-Volleyballer in der 2. Bundesliga Nord im münsterländischen Bocholt in den Punktspielbetrieb. Noch einmal zwei Wochen später geht es für die Jungs von Trainer Mewes Goertz und Cotrainer Dirk Hess am 3. Oktober zum ersten Heimspiel in der Strelitzhalle ans hohe Netz. Gast ist die Mannschaft aus Essen. Ich habe dieser Tage das nun schon traditionelle Vorgespräch zur Saison mit Dirk Heß geführt. Mein bewährter Blogpartner wird Strelitzius auch durch die vor uns liegende Spielzeit begleiten. Aus dem Kreis der Spieler arbeite ich mit Jacob Genzmer zusammen.

Die gute Nachricht: Der 15 Spieler starke PSV-Kader für die 2. Bundesliga steht und ist heiß auf die Meisterschaft. Dem Abgang unseres früheren Kapitäns Sebastian Krause stehen vier Neuzugänge gegenüber. Lucas Grofe (24) und Daniel Hähnert (22) sind für die Außenannahme vorgesehen, beide wechseln aus Potsdam und haben mit den Schöneichern auch schon Erfahrungen in der 2. Bundesliga sammeln können. Diagonalspieler Maximilian Auste (23) war eines der größten Nachwuchstalente Deutschlands, hat bei den Erstligisten in Königswusterhausen im Kader gestanden und will nun in Neustrelitz so richtig zum Zug kommen. Mittelblocker Odin Gnilitza (19) schließlich kommt vom VCO Berlin und hat auch schon in der 2. Bundesliga am Netz gestanden.

Gegner haben auch „aufmunitioniert“

Cotrainer Dirk Heß

„Damit haben von unseren 15 Spielern schon neun in der 2. Liga und höher gespielt“, fasst Dirk Heß zusammen. „Das bringt Substanz mit sich.“ Anvisiert sei vom PSV Neustrelitz zum Ende der Spielzeit ein Platz im Mittelfeld der 13 Teams starken Liga. Das sei eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, denn die Gegner hätten auch alle „richtig aufmunitioniert“. Durch die Vereinspleiten im Oberhaus seien viele gute Spieler auf dem Markt unterwegs gewesen. Es habe ein großes und primäres Interesse am PSV Neustrelitz gegeben, der auch dem einen oder anderen anklopfenden Klassespieler absagen musste und nun damit rechnen muss, ihn auf der anderen Seite des Netzes wiederzutreffen. „So richtig werden wir erst in den Punktspielen wissen, wo wir tatsächlich stehen“, betont mein Blogpartner.

Viele Fans treibt um, warum der PSV Neustrelitz so weit oben spielt und ob er sich damit nicht finanziell übernimmt. Zunächst wurden die Spieler gefragt. Einhellig war die Meinung im Team zusammenbleiben zu wollen, nur zwei Akteure äußerten, dass es nicht unbedingt die 2. Bundesliga sein müsse. Dann wurde mit den Sponsoren gesprochen, die höhere finanzielle Mittel zugesagt haben. Nein, einen neuen Hauptsponsor gibt es nicht! Schließlich ist das Team hinter dem Team zu Wort gekommen, dem die gesamte Organisation obliegt. Auch hier gab es grünes Licht. „Wir haben zwei Jahre die 3. Liga dominiert und brauchen einfach einen neuen Anreiz“, stellt Dirk Heß heraus. „Außerdem haben wir im Pokal gegen die Zweitligisten immer gut ausgesehen. Aus unserer Sicht haben wir einen starken, erfahrenen Kader geformt. Vielen unserer Jungs haben wir die Freude am Volleyball zurückgegeben, das sorgt für hohe Motivation“, schätzt der Cotrainer ein.

Trainingslager und mehrere Testspiele

Ende August wird es in Neustrelitz ein Trainingslager geben. Dort wird dann auch der neue Team-Kapitän bestimmt. Als Testspielgegner in Vorbereitung auf die Saison haben sich außerdem die 1. Mannschaften aus Königs Wusterhausen, Warnemünde, Schwerin, Schöneiche und Magdeburg angeboten. Ansonsten wird am bewärten Trainingsmodell zwei Einheiten pro Woche abwechselnd in Neustrelitz und Oranienburg festgehalten. Hinzu kommt eine Online-Einheit, mit der das jeweilige nächste Punktspiel analysiert wird.

Paul Sprung

Für Paul Sprung beginnt der Wettkampfbetrieb schon früher. Er wird versuchen, sich an diesem Wochenende in Hamburg an der Seite von Toni Schneider auf der Road to Timmendorf für die Deutsche Meisterschaft im Beachvolleyball zu qualifizieren.

Parallel zur Saisonvorbereitung, strickt der PSV Neustrelitz coronabedingt an seinem Hygienekonzept. Mehr als 100 Seiten umfassen die Vorgaben des Verbandes, eine Wahnsinnsarbeit für die Funktionäre des Vereins. Die Auflagen gehen mit einem erheblichen Dämpfer für die Volleyballfreude in Neustrelitz einher, denn zumindest Stand jetzt dürfen einschließlich Akteuren nur 200 Leute in die Halle. Das würde mehr als eine Halbierung der gewohnen Zuschauerzahlen bedeuten und wäre darüber hinaus mit empfindlichen finanziellen Einbußen verbunden.