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Ein Ehepaar in der Feldberger Seenlandschaft ist von Betrügern zwischen dem 16. Juli und dem 16. August um 52.000 Euro gebracht worden. Der Geschädigte hatte über einen Kleinanzeigendienst im Internet eine Firma für Erdbohrungen gesucht. Auf die Anzeige des Geschädigten meldete sich Mitte Juli ein Unternehmen aus Berlin.

Am 17. Juli kam es mit dem Inhaber der Firma und dem Geschädigten sowie dessen Ehefrau zu einem Treffen auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes. Nachdem erste Absprachen zwischen den Eheleuten und dem Firmenchef getroffen wurden und dieser auch vor Ort seinen Personalausweis und eine Gewerbegenehmigung vorlegte, hat der Geschädigte, trotz der Bedenken seiner Ehefrau, eine Anzahlung in Höhe von 2.000 Euro in bar übergeben.

Wenige Tage später meldete sich dann allerdings ein Vertreter des beauftragten Firmeninhabers und gab an, dass dieser bei der Abholung eines Containers beim Zoll verhaftet worden sei und derzeit in der Türkei in Untersuchungshaft sitze. Damit die Firma weiter handlungsfähig bleibe, sollte der Container beim Zoll ausgelöst werden. Dazu würde man 127.000 Euro benötigen. Dem Geschädigten wurde suggeriert, dass er sein geld samt Zinsen zurückbekommt, wenn er die Auslösung des Containers unterstützt.

Der gutgläubige Mann überwies daraufhin in mehreren Kleinbeträgen Geld an die vermeintliche Firma, insgesamt 50.000 Euro. Am 16. August meldete sich erneut ein „Firmenverantwortlicher“ telefonisch und berichtete von Schwierigkeiten beim Zoll. Der Geschädigte wurde an eine angebliche Zollbeamtin weitergereicht, welche erklärte, dass die 127.000 Euro nun vollständig seien, aber weitere 14.000 Euro Mehrwertsteuer fehlten.

Der Mann sagte weitere finanzielle Unterstützung zu und nahm dafür sogar ein Darlehen in fünfstelliger Höhe bei einer Bank auf. Die Ehefrau bemerkte dies allerdings und stellte ihn zur Rede. Erst jetzt wurde der Geschädigte stutzig, und die Eheleute begaben sich zur Anzeigenerstattung ins Polizeihauptrevier Neustrelitz.