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Beim viele Menschen bewegenden Augenärzte-Notstand für Neustrelitz und Umgebung hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) jetzt offensichtlich den Offenbarungseid leisten müssen. Ich hatte ja in meinem letzten Beitrag zum Thema eine Fortsetzung der Geschichte für möglich gehalten. Dass ich das zweite und möglicherweise schon Schlusskapitel aber so kurz darauf schreiben würde, hätte ich bei allem Unbehagen über das hiesige Gesundheitswesen insgesamt dann doch nicht gedacht.

Wieder ist es meine Wesenberger Bekannte, die uns schlauer macht. Oder sollte ich schreiben, die uns schaudern lässt? Erinnern wir uns: Der Patientin war nach dem Niedergang ihrer augenärztlichen Betreuung in Neustrelitz von der KV ein Termin in Röbel besorgt worden, der dann prompt platzte. Von einem „Irrtum“ war in der Müritzstadt die Rede, und die Wesenbergerin solle sich mal wieder an die KV wenden.

Was sie dann auch tat – Zitat: „Ich tue ja, was man mir sagt“. Neueste Auskunft der KV nun: „Wir können Ihnen nicht helfen. Nein, wir können Sie auch auf keine Warteliste für Kontrolluntersuchungen setzen. Im Akutfall können wir lediglich dafür sorgen, dass Sie in einem Krankenhaus behandelt werden.“ Wenn das keine Aussichten sind! Da blickt man doch endlich durch, um mal im Bild zu bleiben, und versucht nicht mehr blindlings bettelnd, irgendwo einen Termin zu bekommen.

Noch ein kleiner Lichtblick: In ganz, ganz dringenden Fällen, wie Verletzungen des Auges, kann sich an die Praxis Ries in der Neustrelitzer Lessingstraße gewendet werden. Man versuche dann, trotzdem irgendwie Zeit zu finden, war von der Sprechstundenhilfe zu erfahren. Leider reicht es dafür bei unserer Wesenbergerin nicht. Ihr Augenlicht muss nur regelmäßig überprüft werden. Vielleicht wird es ja noch zum Notfall.