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Vom 19. Februar bis 25. März 2019 ist es möglich, über die Webseite www.heimatverband-mv.de/landeslied online oder per Postkarte an den Heimatverband ein Votum für ein neues Landeslied für Mecklenburg-Vorpommern abzugeben. Wobei neu nicht ganz richtig ist, weil es noch gar keines für beide Landesteile gibt. Was sich nun ändern soll.
Im Wettbewerb „So klingt Mecklenburg-Vorpommern“ hat eine Jury vier Beiträge aus 150 Einsendungen ausgewählt, die als neues Landeslied zur Wahl stehen. Der Gewinner wird bei der Abschlussgala am 10. April im Theater in Stralsund erkoren. Der Gewinn ist mit 20 000 Euro dotiert.
Die vier Beiträge sind:
- Kally Darm: Mein Mecklenburg-Vorpommern
- Ditte Clemens/Gerald Uhlendorf: Hymne für Mecklenburg-Vorpommern
- Gerd Brummund: Uns Mäkelbörg Vörpommern
- Wolfgang Bernstein: Sei gegrüßt, mein Heimatland
Vorneweg: Meine Meinung muss nicht unbedingt die richtige sein. Meines Erachtens sind alle vier Beiträge nicht mehr zeitgemäß. Klingt irgendwie überholt, nicht aussagekräftig für ein modernes Mecklenburg-Vorpommern. Warum sollte MV nicht das erste Bundesland sein, welches eine „moderne“ Hymne sein Eigen nennt und nicht nur die Schönheiten des Landes, sondern auch die dynamische Entwicklung in den Vordergrund stellt? Zum Beispiel diese hier, die vor ca. 4 Jahren recht populär wurde:
Hymne „Land zum Leben“ – Ein Lied für Mecklenburg-Vorpommern
Interessant wäre zu erfahren, ob der zweifellos schöne Titel auch unter den 150 Bewerbern war. Übrigens hätte ich auch noch einen Favoriten aus dem Jahr 2010:
Arko Mühlenberg – Willkommen im Norden
Von Text her wäre der Song von Arko Mühlenberg garantiert unter den Favoriten. Allerdings frage ich mich, wer die vier „Favoriten“ aus den 150 Bewerbern ausgesucht hat. Ist da etwas an mir vorbeigegangen? Zu befürchten ist, dass uns Schwerin da eine Hymne administrativ vorsetzen will, mit der sich dann die wenigsten Menschen identifizieren würden.
Nach der Ausschreibung 2017 gingen beim Heimatverband insgesamt 147 Einsendungen von Laien- und Profimusikern aus ganz Deutschland ein. Von diesen wurden in drei Jurysitzungen letztlich vier Lieder ausgewählt, die der Öffentlichkeit für ein Votum zur Abstimmung gegeben werden sollen. Der Jury gehörten die Präsidentin des Landtages und der Staatssekretär aus dem Bildungsministerium genauso an wie Vertreterinnen bzw. Vertreter der großen Landesverbände von Landesjugendring bis Seniorenrat, Verband der Musikschulen, Literaturrat, Niederdeutschbeirat, Tourismusverband, Städte- und Gemeindetag und dem Landesmusikrat.
Zur neuen Heimatschmonzette vgl. https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/04/12/heimatschmonzette/