Schlagwörter
Bauen, Denkmalschutz, Finanzen, Geschichte, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Politik
Für den Residenzschlossverein Neustrelitz ist nur eine originalgetreue Rekonstruktion des Schlossturmes akzeptabel. Das wird in einer Erklärung am Sonntagabend unterstrichen. „Bei den Planungen soll dieses Gesamtziel verfolgt und gegebenenfalls in Teilschritten realisiert werden.“ Die Einheit von Residenzschloss und Stadt seien existenziell. „Der Schlossturm als Landmarke und Bindeglied der durch die Residenz verlaufenden Sichtachsen hat einen herausragenden Wert. Wir begrüßen die Aussage der Landesregierung, diesen Turmbau unterstützen zu wollen.“
Im Verein seien die bisher bekannten Planungen diskutiert worden. „Die Erhaltung der originalen Bausubstanz hatte und hat für uns höchste Priorität“, heißt es weiter. Die nun in Aussicht gestellte Erhaltung der Kellerräume sorge für den Erhalt dieser authentischen Räume für die Zukunft. In diesen Räumen könnten die erhaltenen Fragmente des zerstörten Residenzschlosses präsentiert werden, ohne den Witterungseinflüssen ausgesetzt zu sein.
Die Erklärung des Residenzschlossvereins erfolgt eine Woche vor der von der SPD-Fraktion angesetzten öffentlichen Sitzung mit Finanzminister Mathias Brodkorb, Bürgermeister Andreas Grund und dem Neustrelitzer Architekten Christian Peters. Dabei soll es um die bauliche Zukunft des Schlossberg-Areals einschließlich des Schlosskellers gehen (Strelitzius berichtete). Der von Peters vorgelegte Entwurf ist nur dem Schlossturm nachempfunden und damit natürlich kostengünstiger. Unterdessen lässt der Residenzschlossverein das ehemalige Schloss digital rekonstruieren und damit virtuell wiederauferstehen. Dazu bedarf es weiterer Spenden.

Der Residenzschlossverein sollte mal darüber nachdenken, ob es ausreicht, seine Spendengelder nur über einen Satz in diesem Blog oder auch vor ein paar Wochen in der regionalen Tageszeitung und über die Facebook-Seite des Vereins einzuwerben. Sicherlich durchaus interessierte Zielgruppen sitzen nicht unbedingt an einem Computer und haben auch teilweise keine Tageszeitung mehr. Wie wäre es mal mit einem kleinen Flyer an die regionalen Haushalte? und auch das Führen einer Spendenanzeige (siehe Spenden für die Sanierung der Stadtkirche) wäre vielleicht überdenkenswert!?
Ein paar Zeilen mehr in meinem Blog waren es schon, ansonsten ist die Anregung aber nicht von der Hand zu weisen.
Danke, Strelitzer76, für die Anregung – wir hatten nicht nur den gleichen Gedanken, sondern in diesen Tagen auch schon das Ergebnis: Die gedruckten Informationsblätter gehen in die Verteilung.