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Kultusministerin Birgit Hesse (SPD) sowie die Landtagsabgeordneten Torsten Koplin (Linke, rechts) und Andreas Butzki (SPD, Zweiter von rechts) nahmen die Post für die Landesmutter entgegen. Fotos: Isabella Peukes/TPI

Rund 50 Theateraktivisten aus der Region haben am Donnerstag in Schwerin 8500 Postkarten für den Erhalt eines eigenständigen Theaterstandortes Neubrandenburg-Neustrelitz übergeben. Ursprünglich war von der Staatskanzlei ein Termin mit der Adressatin, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, verabredet worden, den diese einen Tag vor der Fahrt mit Verweis auf die Teilnahme an der Ministerpräsidentenkonferenz in Saarbrücken jedoch absagen ließ.

„Da wir die Kartenstapel nicht beim Pförtner oder Mitarbeitern der Staatskanzlei abgeben wollten, zogen wir mit Gesängen und Hochrufen auf unser Theater vor den Schweriner Landtag“, berichtete die Wesenbergerin Isabella Peukes von der Theater-Publikums-Initiative Strelitzius. Außerdem mit dem Sonderbus in der Landeshauptstadt angerollt waren Vertreter des Theater-Netzwerks Seenplatte und des Fördervereins Landestheater Neustrelitz.

Überraschung: Ball zurück in die Kommunen gespielt

Vor dem Landtag gab es dann vor der Übergabe der Post für die Landesmutter Gespräche mit Kultusministerin Birgit Hesse (SPD), dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, Vincent Kokert, und den Landtagsabgeordneten Torsten Koplin (Die Linke) sowie  Andreas Butzki (SPD). Und diese Gespräche verliefen doch einigermaßen überraschend. Offensichtlich wird der Ball in die Theaterkommunen zurückgespielt.

Ministerin Hesse habe laut Isabella Peukes zum Ausdruck gebracht, dass sie von der Kommunalpolitik signalisiert bekomme, die Fusion der Theater sei gewollt. Sie habe in diesem Zusammenhang Landrat Heiko Kärger und den Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund angeführt. Von den Bürgern erhalte sie jedoch völlig andere Signale, habe die Ministerin angefügt. Wenn sie von den kommunalen Vertretern der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz auch diese anderen Signale erhielte, würde sie über die Fusion noch einmal nachdenken.

Kokert habe die Rolle der kommunalpolitischen Vertreter unterstrichen, so Isabella Peukes. Von deren Entscheidung hinge das Zustande- oder eventuell Nichtzustandekommen des Staatstheaters Nordost ab. Kokert habe auf den Koalitionsvertrag verwiesen, der die Möglichkeit eröffne, von der bisher eingeschlagenen Richtung abzuweichen.

Torsten Koplin schließlich habe zugesagt, dass seine Fraktion eine Entscheidung für den Fortbestand der eigenständigen Theater und Orchester im Land mittragen würde. Isabelle Peukes‘ Schlusskommentar: „Liebe Kommunalpolitiker: Hört die Signale!“

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