Schlagwörter

, ,

traffic-light-1161004_1920Mein Arbeitszeitmanagement hat einen schweren Rückschlag erlitten. Dabei sah alles so gut aus, nachdem ich begonnen hatte, jeden Morgen auf dem Weg zum Job etwa eine Minute einzusparen. Die ich dann früher am elektronischen Arbeitszeiterfassungsgerät meines Brötchengebers aufschlagen konnte. Dieser erfreuliche Umstand ist auf keinen Fall gering zu schätzen. Immerhin sind das pro Arbeitswoche fünf Minuten, bei vier Arbeitswochen schon zwanzig Minuten und nach nur 96 Wochen sage und schreibe schon ein ganzer Arbeitstag auf dem Plus-Konto. Rund und im Kopf gerechnet.

Aber, wie gesagt, kaum hatte sich alles so glücklich gefügt, war es auch schon wieder vorbei. So ergebe ich mich zähneknirschend in mein Schicksal. Und stehe nach drei Tagen paradiesischer Zustände wieder jeden Morgen kurz nach 7 Uhr an der zügig reparierten Ampel B96/Altstrelitz und warte trotz nicht vorhandenen Gegenverkehrs auf Grün, um endlich abbiegen zu können.

Ein bisschen schäme ich mich auch. In finsteren Gedanken habe ich nämlich schon den Unfall von vor Weihnachten nachgespielt. Da hatte eine angeheiterte Zeitgenossin mit ihrem Gefährt den Steuerungskasten der Lichtsignalanlage umgenietet und mir Zeit geschenkt. Wenn auch bestimmt ungewollt. Erst zum Feierabend bin ich wieder versöhnt. Denn da beglückt mich an der Kreuzung der grüne Abbiegepfeil. Was mich eine Minute schneller nach Hause bringt.