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Die Polizei hat am Mittwochnachmittag in Neubrandenburg einen vermeintlichen Betrüger festgenommen, der mit dem sogenannten „Enkeltrick“ unterwegs war. Festsetzt wurde ein 18-jähriger Pole.

Zunächst hatte bei einer 76-jährigen Frau und ihrem 80-jährigen Ehemann gegen Mittag eine Frau angerufen, die sich als Gartennachbarin ausgab. Sie sei in Berlin und benötige für einen Hauskauf 10 000 Euro benötige. Auch erkundigte sich die Anruferin bei der Seniorin nach Schmuck, Gold, Münzen oder einem Sparbuch. Sie wolle einen Anwalt vorbeischicken, der das Geld dann abhole. Die unbekannte Frau rief mehrmals bei dem Rentnerehepaar an, um die Dringlichkeit der vorgegebenen Lage zu verdeutlichen.

Das gutgläubige Rentnerehepaar sagte der Frau die Zahlung von 5000 Euro zu. Gegen 14.10 Uhr erschien eine unbekannte männliche Person an der Haustür und klingelte bei dem Ehepaar. Dass der Mann die ganze Zeit telefonierte und vor dem Hauseingang auf und ab ging, erschien den Senioren allerdings komisch, so dass sie die Polizei telefonisch informierten. Der Festgenommene wurde an die Kripo übergeben und erkennungsdienstlich behandelt. Da die Voraussetzungen für die Beantragung eines Haftbefehls nicht vorgelegen haben, wurde der Pole später entlassen. Die Ermittlungen wegen versuchten Betruges dauern an.