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FenchelPaprika

Nach den zwei XXL-Rouladen gestern bei Schwiegermutter in Burg Stargard hatte ich mir für den heutigen Sonntag etwas Zurückhaltung verordnet. Da fügte es sich gut, dass ich meine Freundin Fenchelknolle im Gemüseregal getroffen habe. Ein Loblied auf sie habe ich an dieser Stelle schon angestimmt, und so kann ich nur eine weitere Strophe hinzufügen. Freundin Paprikaschote lag gleich daneben, noch einen Becher saure Sahne gegriffen, der Rest zum Süppchen fand sich in Keller und Küchenschrank.

Eine Zwiebel fein hacken und in einem Topf mit zwei Esslöffeln Margarine anschwitzen. 250 Gramm Fenchel würfeln und mitschwitzen lassen, das Grün abzupfen und zur Seite tun. Drei gewürfelte rote Paprikaschoten vom Schneidbrett ab in den Topf, immer noch Hitze, dann mit 100 Millilitern Weißwein ablöschen. Einen halben Liter Gemüsebrühe auffüllen. Salz, Pfeffer, edelsüßes Paprikapulver und Cayennepfeffer sorgen für die richtige Würze. Bei mäßiger Hitze eine Vietelstunde garen, pürieren und noch einmal aufkochen.

Unterdessen noch eine Fenchelknolle in mundgerechte Stücke schneiden, diese in Gemüsebrühe blanchieren und über die Suppe streuen. Das Fenchelgrün und ein Klacks Sahne sorgen für die Deko. Wenn schon Askese, dann soll wenigstens  das Auge mitessen. Und ehrlich: Wir haben nichts vermisst. Vergnügliche Mahlzeit!