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Jegliches hat seine Zeit. Auch die traditionellen Zeltlager der Wesenberger Schuljugend am Plätlinsee hatten ihre. Der Elterninitiative ist nämlich die Puste ausgegangen, wie von Bürgermeister Helmut Hamp zu erfahren ist. Heißt, dass sich in diesem Jahr niemand mehr gefunden hat, der hier Verantwortung übernehmen wollte. Damit sind die Camps Geschichte.

Zu den Leidtragenden gehören auch junge Leute aus der dänischen Partnergemeinde Jernloese, die am Plätlinsee regelmäßig ihre Zelte aufgeschlagen haben. Weshalb die Dänen beschlossen haben, sozusagen als nachträgliches Dankeschön zwei Zelte nach Wesenberg zu verschenken. Nutznießer der freundlichen Aktion, die morgen in der Woblitzstadt über die Bühne gehen wird, soll die Jugendfeuerwehr sein.

Wenn jegliches seine Zeit hat, so betrifft das letztlich auch die Partnerschaft zwischen Wesenberg und Jernloese. Die dänische Kommune ist inzwischen von der Großgemeinde Holbäk übernommen worden. Zwar haben sich die Jernloeser bemüht, die Beziehungen zu Wesenberg in die Holbäker Politik zu transferieren, aber das hat nach Einschätzung von Bürgermeister Hamp bislang keinen Niederschlag gefunden.

„Holbäk hat rund 60 000 Einwohner und passt damit größenmäßig nicht zu uns. Außerdem wird so eine Partnerschaft auch immer von Menschen gelebt, und die sind auf beiden Seiten erheblich in die Jahre gekommen“, so das Wesenberger Stadtoberhaupt. „Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln, kündigen werden wir den Vertrag natürlich nicht.“