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Verhaltener Auftakt in Wesenberg beim Volksentscheid zur Gerichtsreform: Bis 11 Uhr hatten gerade einmal 150 Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben. Der strömende Regen, aber auch die weiten Wege zur Abstimmung könnten sich auf die Beteiligung negativ auswirken.

So mussten trotz wiederholter Kritiken bei vorangegangenen Wahlen die Bürger aus Strasen und Hartenland wieder bis in die Woblitzstadt fahren, um ihre Stimme abzugeben. Andererseits sei das Briefwahlverfahren auch zu kompliziert, so dass es nicht wirklich eine Alternative sei, hieß es von Abstimmungshelfern.

Kritisch beurteilt wurde im Abstimmungsraum auch die hohe Hürde, die der Gesetzgeber vor einen Erfolg der Volksabstimmung aufgebaut habe. Und das, obwohl die geringe Wahlbeteiligung der letzten Jahre deutliche Signale der Politikverdrossenheit setze.

Um das Gesetz zur Gerichtsstrukturreform zu stoppen, müssen mehr als 50 Prozent der Abstimmenden „Ja“ ankreuzen. Diese Mehrheit muss zudem ein Drittel der Wahlberechtigten ausmachen. Das entspricht rund 450 000 Stimmen.