Schlagwörter

, , , , ,

Burg 247

Das 21. Burgfest in Wesenberg ist Geschichte, und es wird als das wohl heißeste in die Annalen des Burgvereins eingehen. „Das einzige was wir jetzt noch nicht hatten, ist Schnee“, kommentierte Stadtgründer Nikolaus von Werle alias Jürgen Gentzen zum Ausklang in einem Schwatz mit Strelitzius. Da war die Hitzeschlacht bereits geschlagen, die erste kühle Brise kam von der Woblitz über die Festwiese. Und kaum war das von vielen Bewunderungsrufen begleitete Höhenfeuerwerk vorbei, zog es die Tänzer auch schon vor die Bühne.

Auch wenn der Besuch tagsüber temperaturbedingt etwas verhalten war, das alljährliche Burgschauspiel fand wieder sein treues Publikum. Diesmal drehte sich alles um die olle Post am Markt, deren Tage ja gezählt sind, wie Strelitzius aus sicherer Quelle weiß. Bürgermeister Helmut Hamp, der die Textvorlagen für die Komödien liefert und auf der Bühne selbst in die Figur des Stadtschreibers Federkiel schlüpft, hat wieder einmal seine literarische Ader unter Beweis gestellt.

Das Stadtoberhaupt zeigte sich mir gegenüber dann auch sehr zufrieden mit dem Verlauf des Burgfestes. Bereits am Freitagabend hatten sich an die 500 Gäste zur Musik von Mühlenberg & Co. bewegt, und am Sonnabend blieb mit eintretender Dunkelheit auf der Festwiese und auf den Traversen am Burgberg kein Platz frei. Wir haben noch mit guten Bekannten auf einem Boot im Hafen zusammengesessen, der so stark frequentiert war, dass es kein Hinein- und auch kein Herauskommen mehr gab. Der Ausbau der Anlage ist ja bekanntlich geplant, und er ist dringend geboten.

Bürgermeister Hamp ist trotz des wiederholten Erfolges der Meinung, dass das Burgfest nun langsam mal eine neue Konzeption brauche. „Das Programm wiederholt sich Jahr für Jahr, was aber der Freude der Besucher offenbar keinen Abbruch tut.“ Man darf gespannt sein.

Eines zumindest scheint sicher: Eine Rückkehr auf den historischen Markt wird es nicht geben. Ich finde es schade. Andererseits wären die Besucher in diesem Jahr dort zwischen den Steinen vermutlich gebraten worden. Und von der Wasserseite aus sind Burg und Berg ganz anders in das Fest eingebunden. Wenn jetzt noch irgenwann die Planungen zur Gestaltung des Uferbereiches fruchten…

Burg 196Burg 216 Burg 232