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Auch wenn mir die Scheibe mit über einem Jahr Verspätung ins Haus gekommen ist, sollte es nicht zu spät sein für den Musiktipp. Anlässlich seines 70. Geburtstages hat Puhdy Dieter „Maschine“ Birr sein Solo-Album herausgebracht.

Wobei Solo nicht so ganz richtig ist, denn das Herausragende an dem Teil sind neben den wirklich geilen Neubearbeitungen großer Titel von den Puhdys die Duette mit Wolfgang Niedecken von BAP und City-Frontmann Toni Krahl. „Leben ist kurz“ auf Kölsch, das muss man sich wirklich mal reinziehen. Geradezu umgehauen hat mich der Song „Regen“, bei dem Julia Neigel ihre Wahnsinnsstimme beisteuert. Die habe ich seit ihrem Auftritt im Dezember vergangenen Jahres in Neustrelitz ohnehin wieder im Blut.

Schließlich gibt es auch noch einen herzerweichenden Ausklang des Silberlings, bei dem der nun schon 71-jährige Birr der kleinen Annabell die Frage „Wirst du für mich da sein“ beantwortet. Und was die tollen Arrangements angeht: Da hatte Uwe Hassbecker von Silly im wahrsten Sinn des Wortes die Finger im Spiel.

Mein Kollege Detlef konnte ja mit den Puhdys noch nie etwas anfangen, sagt er. Meine 82-jährige Mutter ist hingegen kürzlich in Thüringen zu einem Konzert der Band gewesen. Für sie sind die Puhdys ein Stück Heimat, hat sie mir kürzlich mit einer Träne im Auge erzählt. Zum Abschiedskonzert der Altrocker in Fürstenberg am 10. Juli hat es gleich mehrere Anfragen von Blogfreunden gegeben, die da unbedingt hin wollen.

Aber zurück zu „Maschine“. Ich habe das Album auf meinem täglichen Arbeitsweg zwischen Wesenberg und Neubrandenburg mehrmals hoch und runter gespielt und kann das Teil nur empfehlen. Das ist so ein bisschen Schlussakkord eines gewichtigen Stücks Musikgeschichte. Es geschrieben zu haben, kann man den Puhdys nicht absprechen. Egal, wie man zu ihnen steht. Und Ende November packe ich wieder ihre auch wirklich guten Weihnachts-CDs aus.