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Auch wenn mein Blog eher nachrichtenorientiert ist, müssen es meine Leser mal aushalten, dass ich ihnen meine Probleme mitteilte. Selbst auf die Gefahr hin, dass die kleine, feine Strelitzius-Gemeinde sich erschüttert fragt, was ich denn wohl für Sorgen habe. Es ist noch frisch, und nun muss es raus! Also: Ich erwarte von der Industrie, dass sie Kaffeevollautomaten mit einem Frühwarnssystem ausstattet. Und von der Firma Siemens hätte ich am liebsten die Nachrüstung einer solchen Einheit.

Weil, meine hochtechnisierte Kaffeeköchin, also nicht mein Weib, verdirbt mir mit konstanter Boshaftigkeit jeden Sonntagmorgen. Und wenn nicht den, verlegt sie ihre Gemeinheiten auf den taufrischen Sonnabend. Sobald meine Holde meine Schritte auf der Treppe hört, drückt sie den Startknopf an unserer fiesen Haushaltshilfe und stellt mir mit Platznehmen am Esstisch meine Koffeindosis hin. Wobei es dann auch bleibt.

Denn vor den Kaffee Nummer 2, also die Belebung für meine Tischnachbarin, sind Tropfschale und Kaffeesatzbehälter leeren gesetzt. Was bei der angeborenen Sorgfalt meiner Angetrauten fünf bis sechs Minuten dauert. Gern auch acht.

Ihrem „Fang ruhig schon mal an“ folge ich aus partnerschaftlicher Solidarität regelmäßig nicht. Es geht ja schließlich um das gemeinsame Genießen. Also versuche ich, mit frühstücksvorbereitenden Maßnahmen wie Brötchen schon mal aufschneiden, Margarine-Deckel schon mal heben oder meine Vitaminpille von links nach rechts rücken über die Zeit zu kommen, während – richtig – mein Kaffee kalt wird.

Mathematiker unter meinen Lesern werden nun sagen, man brauche ja nur zu ermitteln, wie viele Tassen denn zwischen zwei Mal Tropfschale liegen. Aber dann müssten auch Espresso, Cappuccino und Latte Macciato statistisch erfasst werden, die sich ja unterschiedlich an der Verunreinigung beteiligen. Die tatsächliche Lösung wäre wirklich, dass da im Display „Noch drei Kaffee bis zur Tropfschale“ steht. Dann könnte man rechtzeitig alles für ein entspanntes Wochenende richten.

Und weil wir gerade bei Entspannung sind. Während unsere Freunde Heidi und Peter unser Haus hüten, fahren wir für ein paar Tage an die polnische Ostsee. Natürlich wird auch von da täglich gebloggt. Man liest sich!