Die Wiederaufnahme der Inszenierung „Carmina Burana“ der Deutschen Tanzkompanie erreicht nach dem Neustrelitzer Landestheater Ende vergangenen Jahres nun an diesem Wochenende auch das Schauspielhaus Neubrandenburg, wo im April vergangenen Jahres die Premiere gefeiert wurde. Für die Vorstellung am morgigen Sonnabend um 19.30 Uhr gibt es noch Restkarten. Das ist die einzige Vorstellung von „Carmina Burana“ in dieser Spielzeit in Neubrandenburg.
Schneeweißchen und Rosenrot. Fotos: Oliver Hohlfeld
Die Deutsche Tanzkompanie zieht mit Blick auf die Vorstellungen in der Vorweihnachtszeit eine durchweg positive Bilanz. Für 23 Vorstellungen konnten annähernd 6.500 Karten verkauft werden. Dabei sahen die meisten Zuschauer das Tanzmärchen „Der gestiefelte Kater“ (Choreographie und Inszenierung von Amy Share-Kissiov) und das Tanzmärchen „Schneeweißchen und Rosenrot“(Choreographie und Inszenierung von Jutta Ebnother). Die Hausvorstellungen und Gastspiele liefen weitestgehend vor (fast) ausverkauften Häusern und trafen auf ein begeistertes Publikum.
Sie war lange erwartet und das Neubrandenburger Schauspielhaus seit geraumer Zeit ausverkauft: die erste Premiere der Deutschen Tanzkompanie in der Spielzeit 2022/23. Mit „Schneeweißchen und Rosenrot“ erlebte am Sonnabend ein Tanzmärchen in der Choreographie und Inszenierung von Jutta Ebnother in großer Ensembleleistung seine begeisternde Uraufführung.
„Und es wurde wahrlich märchenhaft“, schreibt mir der Geschäftsführer der Kompanie, Marco Zabel, ich selbst war leider verhindert. „Die im Grunde Jung und Alt gut bekannte Geschichte wird vor allem tänzerisch und – getragen von Bartok und dem Danish String Quartett – musikalisch erzählt, obwohl die Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles einmal mehr unterstreichen, wie wichtig auch die darstellerischen Qualitäten bei der Deutschen Tanzkompanie sind.“ Und in dem Generationen übergreifenden Stück, ausdrücklich so konzipiert, komme auch der Spaß nicht zu kurz.
„Natürlich ist es eine Freude, Zuschauer ganz poetisch angerührt zu sehen. Ebenso rührt es mich aber, wie das Ensemble die eigene Freude aus dem Probensaal mit auf die Bühne brachte“, fährt mein Blogfreund fort. „Daran konnte auch manche bange Corona-Frage in den letzten Wochen nichts ändern. So gilt der Dank allen Beteiligten.“ Und ich danke meinem langjährigen Blogfreund für seine Einschätzung.
Es ist offenbar nicht alles Gold, was glänzt bei der Deutschen Tanzkompanie. Jedenfalls waren die Genesungswünsche für den künstlerischen Leiter und Chefchoreographen Lars Scheibner beim Jubiläumsfest in der vergangenen Woche im Garten des Kulturquartiers Mecklenburg-Strelitz (Strelitzius berichtete) nur die halbe Wahrheit. Scheibner dürfte auch ohne Erkrankung kaum Lust verspürt haben, mit Geschäftsführung und Stiftungsrat auf die 30 Jahre Kompanie anzustoßen.