Das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern weist die in einer aktuellen Petition (Strelitzius berichtete) erhobenen Vorwürfe zur geplanten Weiterentwicklung des Landgestüts Redefin zurück. Ziel des laufenden Prozesses sei es, den traditionsreichen Standort wirtschaftlich stabil aufzustellen und zugleich seine öffentlichen Aufgaben zu sichern. Ein Verkauf des Ensembles stehe nicht zur Debatte.
Max Freiherr von Maltzahn hat mich auf eine von ihm initiierte Petition an die Landesmutter und die Landesregierung aufmerksam gemacht, die unter dem Titel „Frau Ministerpräsidentin Schwesig, lassen Sie das Landgestüt Redefin nicht sterben!“ steht. Die Petition trägt bislang knapp 2000 Unterschriften.
Heiko Kärger Dritter von rechts) nimmt von Thea von Hartz (Bauernverband Mecklenburg-Strelitz und Altentreptow), Isabell Kleinhardt (Malchin), Stefan Barkmeyer (Altentreptow), Matthias Schmidt und Jan-Hendrik Rust (Müritz), Heiko Jahns (Demmin) und Claus-Dieter Tobaben (Malchin, von links) die Petition entgegen. Foto: LK MSE
Am heutigen Freitag haben Vertreterinnen und Vertreter der fünf Bauernverbände Altentreptow, Demmin, Malchin, Mecklenburg-Strelitz und Müritz dem Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Heiko Kärger, eine Petition mit Forderungen an die Politik überreicht. Auch mit Blick auf die durch den Streit um Agrardiesel-Subventionen andauernden Proteste, signalisierten die Branchenvertreter weiterhin Gesprächsbereitschaft: „Protest ist ein legitimes Mittel, jedoch möchten wir als Bauernverbände auch weiterhin im Dialog mit der Politik an Lösungsansätzen arbeiten“, so der Vorsitzende des Bauernverbandes Malchin, Claus-Dieter Tobaben. Es sei jedoch nicht hinzunehmen, dass nun ein ganzer Berufszweig für Verfehlungen der Bundesregierung zur Verantwortung gezogen werde, so Tobaben in Anspielung auf die vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärte Umwidmung von rund 60 Milliarden Euro aus dem Corona-Hilfsfonds in den Klima- und Transformationsfonds KTF.
In dem nun vorgelegten Positionspapier bitten die Bauernvertreter den Landrat, sich auch weiterhin in den entsprechenden Gremien für Nachverhandlungen des Energiesteuergesetzes im Sinne der Landwirtschaft einzusetzen. Weitere zentrale Forderungen sind Investitionsprogramme für den nachhaltigen Umbau der regionalen Tierhaltung und für die Entwicklung alternativer Antriebe für Traktoren sowie die Vereinfachung von Verfahrensabläufen und der Abbau bürokratischer Hürden. „Wir Landwirte wollen dieses Land wirtschaftlich am Laufen halten und unserer hohen Verantwortung gegenüber Verbrauchern, aber auch den vielen Familien im ländlichen Raum, deren Existenzgrundlage die Landwirtschaft ist, nachkommen“ heißt es weiter.
Die Eigentümer des direkt an der B 122 gelegenen Gasthauses Canow haben die Petition mit initiiert.
Die von Einheimischen gestartete Petition „Tempo 30 in ganz Canow“ (Strelitzius berichtete) an das Landesamt für Straßen und Verkehr in MV ist bereits von 475 Leuten unterzeichnet worden. Davon stammen 103 Unterzeichner aus der Gemeinde Wustrow. Noch fünf Wochen besteht die Möglichkeit, sich der Petition anzuschließen, schreibt mir seitens der Initiatoren Sabina Gröner.
Einheimische haben eine Petition „Tempo 30 in ganz Canow“ gestartet. Darüber hat mich Auriel Tschaikowski vom „Gasthaus Canow“ informiert. „Es geht darum, den Durchgangsverkehr der Bundesstraße zu beruhigen und eine lebenswertere Gemeinde zu schaffen“, so der Gastronom. „Die Straße ist, wie man ja weiß, sehr eng, und die Bürgersteige auch. Die wenigsten halten sich an die 30er Strecke im Ortskern und wir fordern ein Tempo 30 im ganzen Ort mit Umfahrungen an den Ortseingängen und einem Zebrastreifen in der Ortsmitte.“ Hier geht es zur Petition:
Für die Kleinsten gibt es große Unterstützung. Viele Privatpersonen und Unternehmen sammeln aktuell Unterschriften für die Petition, die unter anderem erreichen soll, dass auch künftig sehr kleine Frühgeborene am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum behandelt werden können. Jeden Tag gehen ausgefüllte Listen bei der Mitarbeitervertretung (MAV) des Krankenhauses ein. „Für dieses große Engagement sind wir sehr dankbar“ heißt es in einer Presseerklärung.