MEHR MEER ODER UNDINE GEHT ist ein literarischer Liederabend im Schauspielhaus Neubrandenburg betitelt. Agnes Mann und Johannes Winde besingen am Freitag, den 1. November, um 19.30 Uhr in einer Bachmann-Adaption die Liebe und das Meer. Die Verschmelzung von Ingeborg Bachmanns Erzählung „Undine geht“ mit Liedern rund um die Liebe und das Meer könnte gelungener nicht sein. Denn der Gesang ist allen Wasserfrauen – Sirenen, Nixen, Nymphen, Melusinen und der schaumgeborenen Venus – eigen. Auch steigt in dieser Adaption die Undine aus der Havel und begegnet einem Seemann – bitter vor Sehnsucht und zugleich voller Hoffnung. Mit Liedern von Freddy Quinn, Rio Reiser, France Gall, Nina Hagen, Element of Crime und Hans Albers.
Man musste nicht Musikkenner, nur Musikliebhaber sein, um am gestrigen Oktobersonntagnachmittag die Atmosphäre zu spüren, die von der Neubrandenburger Philharmonie auf die Zuhörerinnen und Zuhörer und von diesen wieder zurück auf die Musiker übersprang, und damit Teil eines unglaublich guten Konzerts in der Aula des Unteren Schlosses zu Mirow zu werden. Ein Strelitzius-Korrespondent war dabei und hat mir, mit diesen euphorischen Worten beginnend, seine Impressionen aufgeschrieben.
Annette Wizisla ist eine vielseitig ausgebildete Musikerin aus Berlin, die an der Hanns-Eisler-Musikhochschule und der UdK vor allem Klavier, aber auch Gesang, Schlagzeug und andere Fächer studiert hat. Ihre Interessen sind sehr breit gefächert. Sie spielt Klavier in jeder erdenklichen Musikrichtung, singt in mehreren Sprachen, komponiert, arrangiert, leitet Chöre und Bands und unterrichtet. Zeitweise war sie auch als Schauspielerin tätig. Seit 2011 ist sie freischaffend tätig und tritt seither als Sängerin mit eigener Klavierbegleitung auf. Mittlerweile ist sie auch in Neustrelitz keine Unbekannte mehr.
Am 18. Oktober spielt sie auf Einladung der Galerie Spotka/Heinke und Kultur in Bewegung e.V. ein jazziges Programm zum Herbst. Begleitet wird sie dabei von dem in Berlin und auch international aktiven Bassisten Denis Jabusch. Im Laufe des Abends gesellen sich noch Suse Carver (Gesang) und Holm Heinke (Saxophon) dazu.
Das Konzert im Atelier in der Zierker Straße 8, Neustrelitz, beginnt um 19.30 Uhr. Karten zu 15/10 € sind an der Abendkasse erhältlich.
Es beginnt im Mai 1968 in Berlin: 28 Musikbegeisterte kommen zum gemeinsamen Singen zusammen – es entsteht der heutige Gemischte Chor der Polizei Berlin, der sich mittlerweile in seinem 57. Lebensjahr befindet. Konzertreisen durch Deutschland und ins Ausland säumen seinen Weg – diesen Herbst geht es ins Ruppiner Land: Im Rheinsberger Schlosstheater präsentiert das Vokalensemble ein kurzweiliges Programm zwischen Ostrock und Klassikperlen am Sonntagvormittag des 13. Oktober um 11 Uhr.
Ein Höhepunkt wird das Ohrwurm-Medley mit Hits von den Puhdys und Karat! Doch der Chor fühlt sich auch in anderen Stilen und Genres zuhause, wie das Programm mit seiner Vielfalt eindrucksvoll aufzeigt: Mit dabei ist u.a. Musik von Franz Schubert, Bedřich Smetana und Karl Jenkins. Der musikalische Spaziergang geht von Walter Kollos‘ „Untern Linden“ bis hin zu Johann Strauss‘ „An der schönen blauen Donau“. Neben dem Gesamtchor werden auch der Kammerchor und die Männerstimmen des Chores mit eigenen Beiträgen zu hören sein.
Es ist herbstlich geworden, und so langsam geht auch das Jahr 2024 zu Ende. Für den Förderverein „Dorfkirche Lärz“ und die Kirchgemeinde Lärz-Schwarz war es ein ereignisreiches Jahr mit der Begehung des Festjahres „1724 – 2024, 300 Jahre Kirche Lärz“. „Eine ganze Reihe von Veranstaltungen galt es vorzubereiten, und auch im Umfeld wurde einiges gestaltet. Dabei gab es viele Helfer die uneigennützig halfen, wenn es Not tat. Dafür schon mal ein großes Dankeschön“, so der Vereinsvorsitzende und Lärzer Bürgermeister Hartmut Lehmann. Nun soll mit einem Konzert des Neuruppiner Kammerchores „Chorisma“ am Sonnabend, dem 12. Oktober, um 14.30 Uhr, ein weiterer Höhepunkt in der Kirche Lärz stattfinden.
Der Chor wurde im Sommer 2007 von dem amerikanischen Musikprofessor Peter Gibeau als Projektchor in Neuruppin gegründet. Nach Rückzug des Gründers wird der Chor unter der Leitung von Dieter Winterle weitergeführt und begeistert das Publikum mit seinem vielseitigen Programm. Bei diesem Konzert in der Lärzer Dorfkirche erwartet die Besucher ein buntes Programm mit geistlicher Musik, bekannten Volksliedern sowie Liedgut aus verschiedenen Regionen. Davor und danach kann man bei Getränken und Schmalzstullen miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen. Man sollte auch bedenken, dass wir Herbst haben und die Temperaturen doch etwas niedriger sind. Die Kirche ist nicht beheizt, und daher ist warme Kleidung empfohlen.
Die Theater und Orchester GmbH lädt zur ersten Musiktheater-Produktion der neuen Spielzeit 2024/25 ein. Intendant und Operndirektor Sven Müller inszeniert die Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Kurt Weill, die am Samstag, 26. Oktober, um 19.30 Uhr, im Landestheater Premiere feiert.
Was könnte spannender sein, als in der Oper den großen gesellschaftlichen Fragen auf den Grund zu gehen? Macht Geld glücklich? Macht Vergnügen glücklich? Macht Freiheit glücklich? Als die von Gaunern gegründete Stadt Mahagonny von einem Hurrikan verschont wird, werden diese Fragen zu den Geboten der Bevölkerung.
1930 schufen Kurt Weill und Bertolt Brecht einen neuen Typus der großen Oper, radikal in Unterhaltsamkeit wie auch Kritik. Sie zeichnen ein schonungsloses Bild des ungezügelten Kapitalismus. Hier regiert nur noch das Geld. Die Todsünde ist Zahlungsunfähigkeit. Was bedeutet es für eine Gesellschaft, frei von Moral und den Grenzen der Natur zu leben? Mit fesselnder Musik – beeinflusst von Jazz, Kabarett und Musical – geht die Oper diesen Fragen nach. Antworten müssen wir selbst suchen.
Einen ersten Einblick gibt die Matinee am Sonntag, 13. Oktober, um 11 Uhr, im Landestheater. Das Regieteam und Ensemblemitglieder stellen die Inszenierung, das Bühnen- und Kostümbild vor. Und natürlich gibt es musikalische Kostproben. Der Eintritt ist wie immer frei.
Weitere Termine: Sa., 02.11., Fr., 15.11.; jeweils 19:30 Uhr / Mi., 25.12., 16 Uhr
Lieder vom Leben unter dem Titel „Ein jegliches hat seine Zeit“ erklingen am 11. Oktober um 19.30 Uhr im Neubrandenburger Schauspielhaus. Die Schauspielerin Barbara Schnitzler wird vom Pianisten Nikolai Orloff am Piano bei diesem ganz besonderen Liederabend begleitet.
Der Lauf der Zeit steht auf dem Programm, Lieder und Gedanken zu dem, was uns alle begleitet. „Was also ist Zeit?“, fragte der Heilige Augustinus. „Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich es. Will ich’s einem Fragenden erklären, weiß ich’s nicht.“
Die Künstler suchen Antwort u. a. bei Herman van Veen, Hanns Eisler, Max Raabe, Robert Schumann, Helge Schneider, Rainald Grebe und den Puhdys sowie in Texten von Erich Kästner, Bertolt Brecht, Mascha Kaléko, Hilde Domin und Reiner Kunze.
TICKETS:
Kartenwünsche werden gern entgegen genommen unter 0395 569 98 32 und 03981 20 64 00 oder Ticket einfach online buchen unter https://tog.de.
Zu einem Gospel-Konzert wird am kommenden Sonnabend, den 12. Oktober, um 15 Uhr, in die Dorfkirche Wustrow in der Kleinseenplatte eingeladen. Nach dem rund einstündigen Auftritt der Gospel Union unter der Leitung von Linda Psaute gibt es Schmalzstullen und Kuchen, teilt mir Daniela Kerger mit, die sich maßgeblich um kulturelle Angebote im Gotteshaus ihres Heimatdorfes bemüht. Der Eintritt ist wie immer frei, um eine Spende wird gebeten.
Der Gospelchor existiert seit 25 Jahren. Er probt in Neubrandenburg und in Neustrelitz. Leute kommen von weit her, um an den Proben teilzunehmen. Zur Zeit wirken 30 Sänger und Sängerinnen im Ensemble mit. Die Gospel Union singt alles auf Englisch. Übersetzungen der Lieder sind immer vorhanden, damit die Zuhörer verstehen können, was gesungen wird. Das ist wichtig, denn die Lieder enthalten lebenswichtige Botschaften. Verschiedene Musikstile werden gesungen: Spirituals, Country Gospel, Jazz, Klassiker, Modern Gospel…