Die Durststrecke ist überwunden! Nicht ganz der richtige Begriff, denn eigentlich geht es mehr ums Essen. Bei den Fans italienischer Küche in Wesenberg hatte sich eine gewisse Verzweiflung breit gemacht, nachdem „unser“ Sizilianer Giovanni von jetzt auf gleich abhanden gekommen ist. Nichts Genaues weiß man bis heute.
Mirjam Draht ist neue Chefin im Biergarten am Wesenberger Hafen.
Drei Kreuze, Wesenberg bleibt sein beliebter Biergarten am Hafen erhalten! Eine unbedingt gute Nachricht für die Woblitzstädter und ihre Gäste. Zu verdanken ist das Überleben der inzwischen schon traditionsreichen Gastroadresse unter der wunderschönen alten Kastanie Mirjam Drath. Die Pächterin und Neu-Wesenbergerin schwingt seit Mai hier das Zepter und hat in den wenigen Wochen bisher schon bewiesen, dass sie weiß, wie es geht. Kein Wunder, hat sie doch bereits aus der Kneipe in Fürstenberg eine Gaststätte „Zur Schleuse“ gemacht und sich dort beste Bewertungen verdient. Noch meistert die 54-Jährige den Spagat zwischen beiden Städten, zumal sie auf die abgenommene und zugelassene Küche in der „Schleuse“ angewiesen ist.
Im Tennisstübchen fühlt sich der Gast auf Anhieb wohl.
Eingefleischte Strelitzius-Leser wissen ja, dass sich meine Gastro-Tipps nicht auf die Mecklenburgische Seenplatte und Nordbrandenburg beschränken. Dieser Tage war ich in Göhren auf der Insel Rügen und auch dort bestens bedient. Beide zu würdigenden Gaststätten wollen allerdings erst einmal gefunden sein, an der Hauptstraße sucht man sie vergeblich. Deshalb stimmt im „Tennisstübchen“ und im „Smutje“ wohl auch das Preis-Leistungs-Verhältnis, während an der Flaniermeile ob der zu erwartenden Rechnungen überwiegend gar keine Lust mehr aufkommt, die Leistungen zu testen.
Das bei Einheimischen wie Touristen beliebte italienische Restaurant „Giovanni“ in der Wesenberger Siedlung mit seiner beeindruckenden Terrasse auf die Woblitz ist plötzlich und unerwartet geschlossen. Zwar ist auf einem Aushang von einer dauerhaften Schließung des Ristorante die Rede, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Gute Nachricht für alle Wesenberger und ihre Gäste: Der Biergarten am Hafen ist wieder geöffnet. Nähere Informationen stehen mir noch aus. Zumindest habe ich die neuen Betreiber eingeladen, sich bei mir zu melden, sobald bei ihnen alles in trockenen Tüchern ist.
Christine Kittendorf, umrahmt von Peter Schmitt (links) und meiner Wenigkeit.
Ein sehr schöner Abend, wenn da nicht der Verlust wäre. Am Freitagabend habe ich einmal mehr im Kaffeehus Kittendorf in Mirow gelesen. Leider war es die ultimativ letzte Kulturveranstaltung in dem gastronomischen Kleinod, das zum Monatsende aus wirtschaftlichen Gründen nach mehr als zehn Jahren schwieriger Existenz schließen muss. Die Kleinstädter wissen gar nicht, was ihnen da verloren geht. Das habe ich ihnen in aller mir eigenen Ungeschminktheit eingangs des Vortrags aufs Brot geschmiert, bevor ich meine rund 25 Zuhörer, viele davon Stammgäste, ins Pleistozän entführt habe.
Die 30. Landesjugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Berufen am 7. und 8. April im Schloss Fleesensee waren ein voller Erfolg – insbesondere für den IHK-Bezirk Neubrandenburg. In allen drei Berufsgruppen konnten die Teilnehmenden aus dem östlichen Mecklenburg-Vorpommern den Landestitel nach Hause holen. Mit großem Können, Teamgeist und beeindruckender Professionalität sicherten sich:
Lea Berk von Gillmeister Enterprises aus Neubrandenburg den 1. Platz in der Kategorie Fachmann/Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie,
Noah Duse vom Hotel „Am Park“ in Pasewalk den 1. Platz in der Kategorie Hotelfachmann/-frau und
Kha Dac Cao vom Strandhotel Ostseeblick im Seebad Heringsdorf den 1. Platz in der Kategorie Koch/Köchin.
Die Holde und meine Wenigkeit haben sich einer Therapie unterzogen. Und sofort Erfolg gehabt. Trotzdem, oder gerade deshalb, werden wir uns erneut behandeln lassen. In Wittstock, von der „Tortenschwester“. Meine Freundin Martina hatte mich per Gutschein zum Wiegenfest an die Dosse gelenkt und sicheres Gespür bewiesen für das, was ich zu schätzen weiß. Immerhin war die Schauspielkollegin in fast schon 25 Jahren gemeinsamen Theaters mehrfach mit mir verheiratet, wenn auch nur auf der Bühne.
Es ist nun traurige Gewissheit, dass das „Kaffeehus Kittendorf“ in Mirow zum 30. April aus wirtschaftlichen Gründen schließen muss. „Es war mein Lebenstraum, aber ich bin nun bereit neue Wege zu gehen. Aktuell bin ich auf Jobsuche“, hat mir Café-Chefin Christine Kittendorf mitgeteilt, diplomierte Hotelbetriebswirtin mit zehnjähriger Erfahrung als selbständige Unternehmerin. Vielleicht gibt es ja in meiner Blog-Gemeinde jemanden, der einen Job mit geregelten Arbeitszeiten zu vergeben hat. Hier der Mail-Kontakt: backstube@kaffeehus-kittendorf.de
Knapp drei Monate ist es her, dass ich an dieser Stelle über den Neustart im Restaurant „Zum Löwen“ in Strasen berichtet habe. Nun habe ich die Probe aufs Exempel gemacht und mit der Holden im malerisch gelegenen Garten direkt an der Wasserkante zu Abend gegessen. Um mit dem Ergebnis gleich herauszurücken: Wir waren sehr angetan von dem, was wir da in den Gläsern und auf den Tellern hatten und haben Chef René Töllner dafür ein dickes Kompliment gemacht.
Der Mann versteht einfach was von der Kochkunst wie auch von Lebensmitteln. Abgesehen davon, dass er ja ausgewiesener Wild-Sommelier mit Seltenheitswert und Waidmann ist. Schlauer sind wir bei der Gelegenheit auch noch geworden und wissen jetzt, was ein Rumpsteak aus seiner Küche von dem unterscheidet, was Kollegen in anderen Häusern servieren lassen. Für Fleischfreunde: Kann man übrigens am Tisch nachlesen.