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Göhren, Mecklenburg-Vorpommern, Rügen, Smutje, Tennisstübchen

Eingefleischte Strelitzius-Leser wissen ja, dass sich meine Gastro-Tipps nicht auf die Mecklenburgische Seenplatte und Nordbrandenburg beschränken. Dieser Tage war ich in Göhren auf der Insel Rügen und auch dort bestens bedient. Beide zu würdigenden Gaststätten wollen allerdings erst einmal gefunden sein, an der Hauptstraße sucht man sie vergeblich. Deshalb stimmt im „Tennisstübchen“ und im „Smutje“ wohl auch das Preis-Leistungs-Verhältnis, während an der Flaniermeile ob der zu erwartenden Rechnungen überwiegend gar keine Lust mehr aufkommt, die Leistungen zu testen.
Direkt am Nordstrand unter der Nummer 4 das „Tennisstübchen“, am einfachsten zu entdecken, wenn man nach Tennisplätzen Ausschau hält. Die man vor und nach der Einkehr buchen kann. Sie sind bestens präpariert, davon verstehe ich als früherer Crack was. Die Gaststätte in Nachbarschaft der Endstation des „Rasenden Rolands“, vom Meer aus leider zweite Reihe, ist familiengeführt, und ausnehmend familiär. Ob die Chefin dich bedient, oder das Personal, du fühlst dich sofort wunderbar angekommen. Getränke und Essen ohne Fehl und Tadel, beste Bratkartoffeln an meiner Dreierlei-Heringsplatte. Dazu Blick auf die Courts, aus dem Wintergarten wie vom Außenrevier. Da zuckt der Schlagarm schon noch ein bisschen.
Den Aufzug vom Strand zum Hochufer würde ich schon aus Protest nicht nehmen. Hier trotz Kurtaxe abzukassieren, grenzt schon an Frechheit. Und, jeder Gang macht schlank. Erst recht, wenn man den ganz wunderbaren Nordperd-Wanderweg von Göhren Nordstrand nach Göhren Südstrand nimmt.
Zum Abendbrot bin ich im „Restaurant zum Smutje“ gelandet, Lindenstraße 2. Dem Smutje auch ein Kompliment, hier hat zum Beispiel das Hamburger Schnitzel zwei Spiegeleier über sich. Vor allem aber war es erneut die extreme Freundlichkeit, mit der hier dem Gast begegnet wird. Eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen. Leider sieht die Realität oft anders aus.
