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Ausklang, Kaffeehus Kittendorf, Lesung, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Schmitt, Strelitzius

Ein sehr schöner Abend, wenn da nicht der Verlust wäre. Am Freitagabend habe ich einmal mehr im Kaffeehus Kittendorf in Mirow gelesen. Leider war es die ultimativ letzte Kulturveranstaltung in dem gastronomischen Kleinod, das zum Monatsende aus wirtschaftlichen Gründen nach mehr als zehn Jahren schwieriger Existenz schließen muss. Die Kleinstädter wissen gar nicht, was ihnen da verloren geht. Das habe ich ihnen in aller mir eigenen Ungeschminktheit eingangs des Vortrags aufs Brot geschmiert, bevor ich meine rund 25 Zuhörer, viele davon Stammgäste, ins Pleistozän entführt habe.
Eingefädelt haben den Abend als Dankeschönveranstaltung die Schmitts ins Mirow. Die Buchhändler Grit und Peter haben mit dem Roman „Edward“ von Roy Lewis die geniale Vorlage geliefert. Und, wie von meinen beiden Freunden mir versprochen, war es gleichermaßen Vergnügen und Unterhaltung, was da von dem Briten bereits 1960 zu Papier gebracht worden ist. Da gibt man als Vortragender schnell alles, steigert sich von Absatz zu Absatz. Übrigens hatte Peter Schmitt den Korrekturabzug von Heft 1 der „Mirower Hefte“ dabei, die künftig zwei Mal jährlich zu unterschiedlichen Themen erscheinen sollen. Die Startausgabe widmet sich dem Unteren Schloss als einem Stück Stadtgeschichte.
Ich wiederhole es an dieser Stelle: Mir wird das Kaffeehus Kittendorf fehlen. Chefin Christine Kittendorf, selten habe ich eine so hart arbeitende Jung-Gastronomin erlebt, wünsche ich für die Zukunft das Allerbeste. Auch zum Ausklang gestern wurde sie von ihren Eltern nach Kräften unterstützt, umso bitterer für die ganze Familie.
Das Kaffeehus Kittendorf hat noch bis zum 14. April von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am Donnerstag, 17. April, von 12 bis 17 Uhr, findet ein Flohmarkt zur Auflösung des Cafés statt.







