Die bereits existierende „Skyline von Lübbersdorf“. Nun sollen weitere Windkraftanlagen hinzukommen. Foto: BI Gegenwind
Am 5. Februar haben sich die Mitstreiter der Bürgerinitiative „Gegenwind Gemeinde Galenbeck“ in Friedland getroffen, um die nächsten Schritte gegen den geplanten Bau von bis zu 14 Windenergieanlagen im Gemeindegebiet Galenbeck, nahe Lübbersdorf, Kotelow und Sandhagen, zu beraten. Auslöser für das Treffen und eine kurzfristig gestartete Unterschriftensammlung war die sich abzeichnende wohlwollende Stellungnahme von Bürgermeister und Gemeindevertretung gegenüber dem Regionalen Planungsverband Mecklenburgische Seenplatte, heißt es in einer Mitteilung. Diese Positionierung sei erfolgt, ohne zuvor eine strukturierte Beteiligung der Bevölkerung durchzuführen.
Haus mit viel drin: Das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz
In der Sitzung der Stadtvertretung am 5. Februar wurde mehrheitlich einer Beschlussvorlage der CDU/FDP-Fraktion zugestimmt, die aufgrund der angespannten Haushaltslage eine Kürzung des städtischen Zuschusses für das Kulturquartier auf das Niveau von 2016 vorsieht. Konkret bedeutet dies eine Reduzierung um 160.000 € auf insgesamt 920.000 €, so die Geschäftsführung des Hauses in einem Statement vom heutigen Tag.
„Die Geschäftsführung des Kulturquartiers verkennt weder die dramatische Haushaltslage der Kommune noch die Tatsache, dass das Kulturquartier zu den freiwilligen Aufgaben gehört und kein Menschenleben von der Existenz dieser Einrichtung abhängt. Sie bedauert dennoch die Entscheidung der Stadtvertretung zutiefst und nimmt diese zum Anlass, alle bisher ergriffenen Sparmaßnahmen konsequent fortzuführen. Dabei werden weitere Einsparpotenziale unermüdlich und entschlossen auf den Prüfstand gestellt, um die erfolgreiche Entwicklung des Kulturquartiers trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen zu gewährleisten.“
Vertragliche Grundlagen und Eigenleistung
Der Betrauungsakt und der Gesellschaftsvertrag zwischen der Stadt und dem Kulturquartier regelt die Erbringung gemeinnütziger, identitätsstiftender Bildungs- und Kulturdienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und Region sowie Touristen. Der dafür vereinbarte Zuschuss deckt die notwendigen Miet-, Betriebs- und Personalkosten. Seit 2016 stieg dieser Zuschuss lediglich im Bereich der Personalkosten, entsprechend den gesetzlichen und tariflichen Lohnsteigerungen, wird in der Erklärung hervorgehoben.
„Im Bereich der Gebäude-, Betriebs- und IT-Kosten gab es jedoch inflationsbedingt ebenfalls erhebliche Kostensteigerungen. Diese hat das Kulturquartier durch konsequente Sparmaßnahmen und die erfolgreiche Steigerung eigener Einnahmen im Café, Shop und durch Vermietungen selbst kompensiert.
Großartige Entwicklung
Dass eine primär gemeinnützige Bildungs- und Kultureinrichtung mit öffentlicher Bibliothek, stadthistorischen Archivbeständen, einem stadtgeschichtlichen Museum, regionalspezifischen Sonderausstellungen sowie einer starken, außerschulischen Bildungs-, Stadtgeschichts- und Kulturförderung diese Lasten eigenständig trägt, war und ist eine große Herausforderung und nur möglich, weil sich das Kulturquartier und die Besucherzahlen so großartig entwickelt haben“, heißt es in der Mitteilung.
Die Mitglieder der Stadtvertretung seien durch die Geschäftsführung des Kulturquartiers auf mögliche Konsequenzen der Beschlussvorlage hingewiesen worden. Die Stadtvertreter hätten in der Sitzung am 5. Februar zusätzlich betont, dass kein Bereich des Hauses geschlossen werden soll. Das mache Mut und solle auch nicht geschehen. Das engagierte Team des Kulturquartiers arbeite trotz der spürbaren Verunsicherung infolge des Beschlusses der Stadtvertretung auch weiterhin täglich für das gesellschaftlich relevante „Haus mit viel drin“.
Eine Patientin wird am neuen stereotaktischen Beschleuniger für die Bestrahlung vorbereitet. Foto: DBK Neubrandenburg
Für die Patientinnen und Patienten der Klinik für Strahlentherapie am DBK gibt es mehr als eine gute Nachricht. Vor wenigen Tagen ist der zweite neue stereotaktische Linearbeschleuniger in Betrieb gegangen. Mit den zwei hochmodernen Geräten – der erste „TrueBeam-Beschleuniger“ arbeitet seit Mitte des vergangenen Jahres – ist eine Hochpräzisionsbestrahlung von gut- und bösartigen Erkrankungen mit noch besserer Schonung angrenzender Körperregionen möglich, erklärt Chefärztin Dr. med. Gerlinda Kho.
„In diesem Monat nehmen wir außerdem noch ein Oberflächenabtastsystem in Betrieb, das kleinste Bewegungen beim Patienten registriert und die Bestrahlung dann unterbrechen kann“, kündigt sie an. Mit dem Umbau sind auch die Gänge zu den inearbeschleunigern patientenfreundlicher umgestaltet worden, nun folgt noch der Wartebereich.
Die Neustrelitzer CDU/FDP-Fraktion hat Bürgermeister Andreas Grund nachdrücklich aufgefordert, die von ihr ins Neustrelitzer Stadtparlament eingebrachten und von der Mehrheit der Abgeordneten beschlossenen begleitenden Maßnahmen zur Haushaltsplanung (Strelitzius berichtete) ab 2026 bis zur nächsten Sitzung des Finanzausschusses in den Haushaltsentwurf einzuarbeiten. „Uns ist bekannt, dass der Bürgermeister den Beschluss kritisch bewertet und ggf. rechtliche Schritte gegen den Beschluss prüft“, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion. „Unabhängig davon erwarten wir, dass der demokratische Mehrheitsbeschluss respektiert und umgesetzt wird. Ein Widerspruch oder eine Verzögerung würde die Haushaltsaufstellung 2026 unnötig hinauszögern und die Stadt weiter in Unsicherheit halten.“
Neustrelitz brauche jetzt einen klaren, steuerbaren Haushaltsentwurf, damit die Stadtverwaltung wieder vollumfänglich handlungsfähig wird. Dafür habe die Stadtvertretung den politischen Rahmen gesetzt. Nun liege es am Bürgermeister, diesen Auftrag umzusetzen.
Der Neubau der Grundschule Datzeberg im DatzeCenter macht weiter planmäßige Fortschritte. Aktuelle Einträge im Bautagebuch dokumentieren mehrere wichtige Schritte auf dem Weg zur eigenständigen Schule im Obergeschoss des Gebäudes. Ein zentraler baulicher Meilenstein wurde mit dem Lückenschluss im früheren Treppenbereich erreicht. Dort, wo zuvor eine offene Verbindung zwischen Erd- und Obergeschoss bestand, ist inzwischen eine geschlossene Decke entstanden. Sie schützt das darunterliegende Einkaufszentrum während der Bauphase vor Staub und Lärm und schafft zugleich die notwendige bauliche Trennung für den künftigen, eigenständigen Schulbetrieb.
Gestern Nachmittag haben Polizisten einen größeren Einsatz mit Erfolg beendet. Ursprünglich wurden Beamte des Neustrelitzer Polizeireviers zu einem Einkaufsmarkt in die Zierker Straße gerufen: Zwei mutmaßliche Ladendiebe warteten dort mit einem Ladendetektiv auf die Einsatzkräfte. Eigentlich ein Routineeinsatz. Eigentlich.
Denn nachdem bei den beiden Beschuldigten, ein 33-jähriger sowie ein 24-jähriger Pole, Diebesgut im Wert von rund 60 Euro aus dem Einkaufsmarkt sichergestellt wurde, konnten sie zwar zunächst aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen werden. Jedoch glaubten die Polizisten die Geschichte nicht so ganz, dass die beiden allein und zufällig in dem Markt waren und nun wieder in Richtung Polen weiterfahren würden.