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Gas, Gesamtschule, Kriminalität, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Südstadt

Am heutigen Vormittag hat es eine weitere Rettungsaktion an einer Neubrandenburger Schule gegeben. Nach der Aktion am vergangenen Freitag an der Grundschule Nord (Strelitzius berichtete) war diesmal die Gesamtschule in der Neubrandenburger Südstadt betroffen. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Sachverhalten gibt, kann derzeit noch nicht gesagt werden, so die Polizei.
Gegen 10.15 Uhr wurden die Gesamtschule wurde evakuiert und der Betrieb für den heutigen Mittwoch beendet. Insgesamt wurden 47 Schüler auf Grund von Atembeschwerden vor Ort durch Rettungskräfte medizinisch untersucht. Im Anschluss dessen wurden drei Kinder vorsorglich zur weiteren Behandlung in das Klinikum Neubrandenburg gebracht. Elf Kinder konnten nach der ärztlichen Behandlung vor Ort ohne Beschwerden und 33 Kinder nach der ärztlichen Behandlung mit Symptomen entlassen werden. Die Kinder mit Symptomen wurden vor Ort durch die Ärzte an die Eltern übergeben, den Eltern wurden Handlungshinweise mit auf den Weg gegeben. Es waren der Rettungshubschrauber, mehrere Ärzte und Rettungswagen, zwei Katastrophenschutzzüge sowie zahlreiche Polizeibeamte im Einsatz.
Nach bisherigen Erkenntnissen gab es die Atemwegsbeschwerden in zwei Klassenräumen sowie in einigen Flurbereichen. Die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg haben die betroffenen Bereiche durchsucht und konnten bisher keine Beweise sicherstellen. Auch die Untersuchungen der Kameraden des Katastrophenschutzzuges sind bisher ergebnislos verlaufen. Somit ist die Ursache für die Atemwegsbeschwerden derzeit unklar. Die Polizei geht davon aus, dass bisher unbekannte Tatverdächtige eine bislang unbekannte Substanz versprüht haben, die die Atemwegsbeschwerden bei den Schülern ausgelöst haben.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung laufen auf Hochtouren. Es wurden vom Kriminaldauerdienst Befragungen durchgeführt und erste Hinweise überprüft, wobei derzeit noch kein Ergebnis feststeht. Die Ermittlungen und Befragungen werden in den kommenden Tagen fortgeführt.
Die Polizei möchte in diesem Zusammenhang auf die Gefährlichkeit des Versprühens von Gasen oder ähnlichen Stoffen hinweisen. Es gebe Kinder mit Vorerkrankungen bzw. Atemwegserkrankungen, die durch das Einatmen dieser bislang unbekannten Stoffe verletzt wurden oder verletzt werden könnten. Das sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine gefährliche Körperverletzung mit ungewissem Ausgang für manche Kinder.