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Die Polizei sucht einen bis dato unbekannten Zeugen, der mit einem Hinweis verhindert hat, dass Besucher des Fusion-Festivals in Lärz von einem Dealer harte Drogen wie die gefährliche Pille „Blue Punisher“ kaufen und konsumieren konnten. „Bitte wenden Sie sich unbedingt an die Polizei Röbel unter 039931 8480„, so der Zeugenaufruf. Zur Erinnerung: Diese Ecstasy-Pille hat einer 13-Jährigen am Montag das Leben gekostet sowie zur medizinischen Behandlung einer 14- und einer 15-Jährigen im Klinikum Neubrandenburg geführt (Strelitzius berichtete).

Dem Unbekannten war der Verdächtige beim Versuch mit Drogen zu handeln am gestrigen Mittwoch gegen 16.30 Uhr aufgefallen. Er hat daraufhin einen Hinweis an die Crew gegeben, die wiederum die Fusion-Security informiert hat. Nachdem die Security bei dem Verdächtigen Betäubungsmittel und Bargeld in großen Mengen gefunden hatte, wurde die Polizei hinzugezogen. Die Beamten haben den 29-jährigen wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln vorläufig festgenommen. Heute soll in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandung ein Haftbefehlsantrag geprüft werden.

Der Mann aus Berlin hatte ein ganzes Potpourri an Drogen bei sich: mehrere hundert Ecstasy-Pillen, darunter 60 „Blue Punisher“-Pillen, mehr als 180 LSD-Trips, weitere Betäubungsmittel in nicht geringer Menge sowie Tütchen mit einer kristallinen Substanz, die noch analysiert werden muss. Zudem hatte der Tatverdächtige in szenetypischer Stückelung mehr als 10.000 Euro Bargeld dabei.

Die Polizei bedankt sich noch mal bei dem bisher unbekannten Hinweisgeber und warnt erneut vor dem Konsum von Betäubungsmitteln, insbesondere „Blue Punisher“.