Am Abend des gestrigen Donnerstag wurde dem Polizeihauptrevier Neubrandenburg gemeldet, dass eine männliche Person Baumaterialien von einer Baustelle in der Bachstraße entwendet haben soll und nun damit in Richtung einer dortigen Gartenanlage flüchtet. Eine ausführliche Personenbeschreibung lag vor. Während der fußläufigen Nahbereichsfahndung nach dem Tatverdächtigen befragten die Beamten einen weiteren Zeugen zu der aktuellen Situation. Der 34-Jährige gab an, dass er die beschriebene Person kurz zuvor auf dem Fahrrad in Richtung der Gärten gesehen habe.
Einer meiner Leser ist am vergangenen Montag, mit dem Zug zwischen Mirow und Neustrelitz unterwegs, nur knapp einer Katastrophe entgangen. Noch unter dem Eindruck des erlebten, hat er mir einen ausführlichen Bericht geschickt. Die Polizei hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert. Beim Bahnbetreiber habe ich angefragt. Hier die Schilderung des Zeugen, dessen Name mir vorliegt, im Wortlaut:
Ich bin am 24.03.25 mit der Kleinseenbahn/RB16 um 13:18 Uhr von Mirow nach Neustrelitz gefahren. Die Fahrt lief gut und pünktlich, bis es im Gewerbegebiet Neustrelitz am Bahnübergang zu einer leichten Kollision mit einem LKW kam, der auf der Straße Am Bahndamm in Richtung des Remondis-Geländes gefahren ist.
Ich saß hinten rechts (in Fahrtrichtung) im Zug und konnte den LKW sehen, wie er mit hoher Geschwindigkeit auf Kollisionskurs auf den Bahnübergang zugefahren ist. Der LKW bremste im letzten Moment und setzte sogar noch ein Stück zurück, trotzdem streifte der Zug den LKW. Der Zug machte eine Vollbremsung und kam etwa 50 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stehen. Die Schäden am Zug waren unscheinbar, nur ein paar Kratzer, aber das Zugpersonal (Lokführer und Zugbegleiterin) waren geschockt. Wenn der LKW nicht rechtzeitig gebremst hätte, wäre der Zug mit hoher Wahrscheinlichkeit entgleist und alle 14 Fahrgäste sowie die beiden Bahnmitarbeiter schwer verletzt, vielleicht sogar getötet worden.
Ein 29-jähriger Tunesier hat am gestrigen Dienstag gegen 16.20 Uhr einer 60-jährigen deutschen Frau im Neubrandenburger Vogelviertel die Handtasche entrissen und daraufhin die Flucht in Richtung Reitbahnviertel ergriffen.
Am 9. Februar gegen 1 Uhr meldete ein Zeuge über den Notruf der Polizei, dass er beobachten kann, wie zwei Personen in der Humboldstraße versuchen ein Fahrzeug aufzubrechen. Zuvor seien sie aus einem Fahrzeug mit polnischem Kennzeichen ausgestiegen, welches nun in der Röntgenstraße stehen soll. Zwei Streifenwagenbesatzungen des Polizeihauptreviers Neubrandenburg konnten den polnischen PKW mit vier Insassen, darunter drei Männer und eine Frau, feststellen.
Am heutigen Sonntag gegen 10 Uhr befuhr ein 38-jähriger Fahrer eines PKW BMW mit Anhänger die B 192 aus Richtung Wulkenzin kommend in Richtung Penzlin. Dabei bemerkte er einen im Gegenverkehr befindlichen PKW Renault, welcher in Schlangenlinie fuhr. Dieser kam erst nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet in der weiteren Folge auf die Gegenfahrbahn, wo es beinahe zum Zusammenstoß mit dem BMW kam. Der 33-jährige Beifahrer im BMW verständigte umgehend die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, die sofort Funkstreifenwagen entsandte. Der 38-Jährige wendete daraufhin sein Fahrzeuggespann, folgte dem Renault und konnte diesen auf Höhe der Ortschaft Krukow stoppen.
Der Fahrer des BMW stieg aus seinem Fahrzeug aus und versuchte, den Renault-Fahrer an der Weiterfahrt zu hindern. Dieser fuhr erneut an, touchierte den BMW-Fahrer und setzte seine Fahrt fort. Der 38-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt, stieg jedoch wieder in sein Fahrzeug und fuhr dem Renault erneut hinterher. Er konnte den Renault in der Ortslage Penzlin ein zweites Mal stoppen, in dem er sich mit seinem Fahrzeuggespann vor den Renault setzte. Der Fahrer des Renault versuchte abermals zu flüchten. Dabei kollidierte der PKW mit dem Anhänger des 38-Jährigen. In der weiteren Folge stand der Renault so zwischen mehreren Fahrzeugen, dass eine Weiterfahrt unmöglich war.
Die vor Ort eingesetzten Polizeibeamten stellten bei dem 50-jährigen deutschen Renault-Fahrer einen Atemalkoholwert von 2,95 Promille fest. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein wurde beschlagnahmt. An den beteiligten Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden von ca. 5.000 Euro. Die Polizei wünscht dem BMW-Fahrer eine schnelle Genesung und bedankt sich ausdrücklich bei ihm und seinem Beifahrer für ihr couragiertes Handeln, durch welches möglicherweise Schlimmeres verhindert wurde.
Am gestrigen Montag gegen 9 Uhr informierte ein 49-jähriger Zeuge die Polizei per Notruf über einen VW Golf, welcher vor ihm in der Chausseestraße in Kambs in Schlangenlinien fahre. Bei Eintreffen der Polizeibeamten war es dem aufmerksamen Zeugen bereits gelungen, den Fahrzeugführer mittels Lichthupe zum Anhalten zu bewegen. Der Zeuge hatte auch bereits den Fahrzeugschlüssel abgezogen und übergab diesen an die Beamten.
Die Polizisten stellten bei dem 59-jährigen Fahrzeugführer des VW Alkoholgeruch in der Atemluft und deutliche körperliche Ausfallerscheinungen fest. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,57 Promille. Bei dem aus Brandenburg stammendem Mann wurden eine Blutprobenentnahme durchgeführt und der Führerschein beschlagnahmt. Die Polizei dankt dem aufmerksamen Zeugen, der womöglich Schlimmeres verhindert hat.
Die Polizei sucht einen bis dato unbekannten Zeugen, der mit einem Hinweis verhindert hat, dass Besucher des Fusion-Festivals in Lärz von einem Dealer harte Drogen wie die gefährliche Pille „Blue Punisher“ kaufen und konsumieren konnten. „Bitte wenden Sie sich unbedingt an die Polizei Röbel unter 039931 8480„, so der Zeugenaufruf. Zur Erinnerung: Diese Ecstasy-Pille hat einer 13-Jährigen am Montag das Leben gekostet sowie zur medizinischen Behandlung einer 14- und einer 15-Jährigen im Klinikum Neubrandenburg geführt (Strelitzius berichtete).
Dem Unbekannten war der Verdächtige beim Versuch mit Drogen zu handeln am gestrigen Mittwoch gegen 16.30 Uhr aufgefallen. Er hat daraufhin einen Hinweis an die Crew gegeben, die wiederum die Fusion-Security informiert hat. Nachdem die Security bei dem Verdächtigen Betäubungsmittel und Bargeld in großen Mengen gefunden hatte, wurde die Polizei hinzugezogen. Die Beamten haben den 29-jährigen wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln vorläufig festgenommen. Heute soll in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandung ein Haftbefehlsantrag geprüft werden.
Der Mann aus Berlin hatte ein ganzes Potpourri an Drogen bei sich: mehrere hundert Ecstasy-Pillen, darunter 60 „Blue Punisher“-Pillen, mehr als 180 LSD-Trips, weitere Betäubungsmittel in nicht geringer Menge sowie Tütchen mit einer kristallinen Substanz, die noch analysiert werden muss. Zudem hatte der Tatverdächtige in szenetypischer Stückelung mehr als 10.000 Euro Bargeld dabei.
Die Polizei bedankt sich noch mal bei dem bisher unbekannten Hinweisgeber und warnt erneut vor dem Konsum von Betäubungsmitteln, insbesondere „Blue Punisher“.