Der EFV Pro Schiene, der sich aktiv für den Erhalt und Weiterbetrieb der Kleinseenbahn RB 16 von Mirow nach Neustrelitz eingesetzt hatte, hat aktuell Konzepte entwickelt, um auch dem Südbahnhof in Neustrelitz wieder eine größere Bedeutung zu verleihen. Derzeit dient der Südbahnhof lediglich als Abstellanlage für Güterwagen und für gelegentliche Holzverladungen.
Die Bürgermeister Andreas Grund (Neustrelitz), Steffen Rißmann (Wesenberg) und Henry Tesch (Mirow, von links) präsentieren vor der Kleinseenbahn am Bahnhof Mirow die neue Gästekarte.
Die Mecklenburgische Kleinseenplatte erweitert zum Saisonstart 2026 ihr touristisches Mobilitätsangebot: Ab sofort ist auch die Kleinseenbahn RB 16 zwischen Mirow, Wesenberg und Neustrelitz in das System „Fahren auf Gästekarte“ eingebunden. Urlauber mit gültiger Gäste- oder Kurkarte können damit täglich 18 Bahnfahrten auf der Strecke kostenlos nutzen.
Am Haltepunkt Groß Quassow der Kleinseenbahn gibt es jetzt einen Blickfang. Im Auftrag des Energieversorgers e.dis ist in dieser Woche die Trafostation gleich neben dem Gleis bemalt worden.
Einer meiner Leser ist am vergangenen Montag, mit dem Zug zwischen Mirow und Neustrelitz unterwegs, nur knapp einer Katastrophe entgangen. Noch unter dem Eindruck des erlebten, hat er mir einen ausführlichen Bericht geschickt. Die Polizei hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert. Beim Bahnbetreiber habe ich angefragt. Hier die Schilderung des Zeugen, dessen Name mir vorliegt, im Wortlaut:
Ich bin am 24.03.25 mit der Kleinseenbahn/RB16 um 13:18 Uhr von Mirow nach Neustrelitz gefahren. Die Fahrt lief gut und pünktlich, bis es im Gewerbegebiet Neustrelitz am Bahnübergang zu einer leichten Kollision mit einem LKW kam, der auf der Straße Am Bahndamm in Richtung des Remondis-Geländes gefahren ist.
Ich saß hinten rechts (in Fahrtrichtung) im Zug und konnte den LKW sehen, wie er mit hoher Geschwindigkeit auf Kollisionskurs auf den Bahnübergang zugefahren ist. Der LKW bremste im letzten Moment und setzte sogar noch ein Stück zurück, trotzdem streifte der Zug den LKW. Der Zug machte eine Vollbremsung und kam etwa 50 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stehen. Die Schäden am Zug waren unscheinbar, nur ein paar Kratzer, aber das Zugpersonal (Lokführer und Zugbegleiterin) waren geschockt. Wenn der LKW nicht rechtzeitig gebremst hätte, wäre der Zug mit hoher Wahrscheinlichkeit entgleist und alle 14 Fahrgäste sowie die beiden Bahnmitarbeiter schwer verletzt, vielleicht sogar getötet worden.