Am gestrigen Samstagabend gegen 19.40 Uhr wird der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums mitgeteilt, dass sich auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Neubrandenburg, Sattelplatz eine männlich Person befindet, welche dort über eine Box lautstark Musik abspielt. Daraufhin begab sich eine Funkstreife des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg zum gemeldeten Einsatzort und konnte den Störer antreffen.
Ein 29-jähriger Tunesier hat am gestrigen Dienstag gegen 16.20 Uhr einer 60-jährigen deutschen Frau im Neubrandenburger Vogelviertel die Handtasche entrissen und daraufhin die Flucht in Richtung Reitbahnviertel ergriffen.
Am Montagnachmittag wurde einer 38-Jährigen in einem Einkaufsmarkt in der Oststadt die Tasche aus dem Einkaufswagen gestohlen. Stehlschaden: etwa 400 Euro. Durch die Aufzeichnungen der Videokameras im Laden haben Polizisten des Reviers Neubrandenburg einen für sie „alten Bekannten“ identifiziert. Er wurde ein paar Stunden später an seiner Wohnanschrift in Neubrandenburg festgenommen.
Gegen den 38-jährigen Tunesier lag ein Haftbefehl vor wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls. Erst Anfang Mai hat er eine rund zweiwöchige Ersatzfreiheitsstrafe abgesessen. Er war wegen Diebstahls vom Amtsgericht Neubrandenburg zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Als er Anfang Mai durch Einsatzkräfte angetroffen wurde, wollte er die Geldstrafe nicht zahlen.
Allein zwischen Ende Januar und Mitte April diesen Jahres wurden ihm 18 Diebstähle von Handtaschen und Portemonnaies nachgewiesen. In den meisten Fällen waren Seniorinnen die Opfer, die ihre Sachen beim Einkauf im Rollator oder Einkaufswagen gelassen haben.
Insgesamt werden ihm seit 2022 Diebstähle in mindestens 25 Fällen vorgeworfen. Das Gros davon in Neubrandenburg, drei Fälle werden ihm in Neustrelitz zur Last gelegt.
Am gestrigen Nachmittag wurde durch einen Ladendetektiv im Kaufland in Neustrelitz eine männliche Person wiedererkannt, die aus vergangenen Diebstahlsdelikten dort bekannt ist. Bislang konnte der Tatverdächtige unbemerkt flüchten, und lediglich im Nachhinein gesichtete Videoaufzeichnungen zeigten die Diebstähle.
Der aufmerksame Ladendetektiv informierte in diesem Fall die Polizei in Neustrelitz. Aus dem Mitarbeiterbüro des Marktes konnte die verdächtige Person über Kameras verfolgt werden. Hierbei fiel auf, dass sich der Verdächtige mit einer weiteren männlichen Person im Kaufland regelmäßig austauscht. Die Polizisten konnten auf dem live übertragenden Videomaterial beobachten, wie der 36-jährige Wiedererkannte eine Handtasche aus einem Einkaufskorb stahl und diese in eine mitgeführte Plastiktüte packte. Die andere männliche Person entwendete sichtbar Ware aus dem Markt.
Am Kassenbereich konnten die Neustrelitzer Beamten die beiden Männer stoppen. Das Diebesgut konnte an das Opfer zurückgegeben werden bzw. verblieb unbeschadet im Laden. Bei den Personen handelt es sich um tunesische Staatsbürger. Sie wurden in das Polizeihauptrevier nach Neustrelitz verbracht. Der 28-jährige Tunesier wurde nach Abschluss der Maßnahmen am selben Tag entlassen. Der 38-Jährige war mehrfach in den polizeilichen Systemen bekannt, ohne festen Wohnsitz und weiterhin zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Nach Prüfung aller Möglichkeiten wurde ein Haftgrund abgelehnt und der Mann am heutigen Vormittag aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Gegen beide Personen wurde ein Strafverfahren wegen Diebstahls eröffnet.
Am 16. November gegen 21 Uhr wurde der Polizei über den Notruf eine körperliche Auseinandersetzung in der Max-Adrion-Straße in Neubrandenburg gemeldet. Bei der gegenwärtigen Lage soll ein Tatverdächtiger ein Messer in der Hand halten. Umgehend wurden mehrere Funkstreifenwagen des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg zum Einsatz gebracht. Bei Eintreffen der Beamten bei der dortigen „Café Bar Datzestern“ wurde der Tatverdächtige bereits durch Zeugen an der Flucht gehindert. Polizeibeamte konnten dann den 27-Jährigen überwältigten. Nach ersten polizeilichen Ermittlungen und Befragungen von Tatzeugen zum Tatgeschehen, soll der 27-Jährige eine 53-jährige Frau, die in der „Café Bar“ arbeitet, mit einem messerähnlichen Gegenstand in Richtung der Geschädigten gezeigt und sie bedroht haben. Im weiteren Verlauf der Handlung soll er mit seinem Zeigefinger der Frau gestikuliert haben, die Kehle durchzuschneiden. Im Rahmen der Sachverhaltsklärung wurde das Tatmittel(Cuttermesser) unweit des Tatortes aufgefunden und gegenständlich gesichert. Es wurden keine Personen verletzt.
Die Geschädigte ist türkische Staatsbürgerin. Der Bereitschaftsstaatsanwalt ordnete beim Täter die Gewahrsamnahme sowie eine Blutprobenentnahme zum Nachweis von Alkohol und berauschender Mittel im Blut an. Auf Grund der Sprachbarrieren des Beschuldigten, der tunesischer Staatsangehöriger ist, war es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich das Tatmotiv festzustellen. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Gegen den 27-Jährigen wird nun u.a. wegen des Verdachts der Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu der Tat geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Neubrandenburg unter 0395-5582 5224 zu melden.