Schlagwörter
Allee, Anzeige, Fahrerflucht, Klein Vielen, Mecklenburg-Strelitz, Traktor, Verbotsschild

Kaum war im Klein Vielener Park am Eingang zur Allee, die zur Jahn-Kapelle auf dem Klingenberg führt, aus guten Gründen das Verbotsschild „Durchfahrt Verboten“ aufgestellt worden, wurde es bereits in gröblicher Weise missachtet. In der vergangenen Woche befuhr ein Traktorfahrer mit seinem Trecker und angehängtem Pflug/Grubber den erkennbar zu schmalen Weg durch die Allee wohl, um zu seinem Acker zu kommen. Dabei touchierte er zwei Alleebäume und zudem die Stabilisierungspfosten für eine der neu gepflanzten Linden.
An den zwei Alleebäumen entstand deutlich sichtbarer Schaden (siehe Fotos). Der Traktor bzw. das angehängte Gerät hinterließ rote Farbspuren. In der Mitte der Allee, dort, wo ein Wanderweg rechts in das Dorf hinein abbiegt, wendete der Traktor, wobei er Baumwurzeln schrammte. Offenbar fuhr der Fahrer auch auf der Rückfahrt durch die Allee, da er an den bereits touchierten Bäume wieder entsprechende Spuren hinterließ.
Der Traktorfahrer entfernte sich vom Unfallort, ohne der Gemeinde den Schaden zu melden.
Ein Anwohner hatte den Traktor zwar beim Vorbeifahren gesehen, war ihm jedoch nicht gefolgt, da er natürlich davon ausging, dass der Traktorfahrer das Verbotsschild beachten würde. So konnte kein Nummernschild festgestellt werden. Gespräche mit den Landwirten, die die anliegenden Grundstücke bewirtschaften, brachten keine Aufklärung über Hergang und Verursacher.
Bürgermeisterin Sylvana Reggentin, ihre Stellvertreterin Uta Matecki und ihr Stellvertreter Jörg Botta sowie Mitglieder der AG Denkmalschutz des Klein Vielen e.V. zeigten sich empört über den Vorfall. Die Gemeinde erstattete über das Ordnungsamt Anzeige wegen Sachbeschädigung und Fahrerflucht.


Ihr solltet es niemals vergessen, der Bauer sorgt für das Essen!
Ein Verbotsschild aufhängen ist einfach, hat der Landwirt überhaupt eine Alternative? Und wenn ja, ist diese auch realistisch zumutbar? Der Landwirt steht im Wettbewerb und kann nichts dafür, dass die Maschinen immer größer werden. Auch diese wunderschönen Allee-Bäume wachsen und verengen weiter die schon schmale Allee. Hier wird zum Preis eines Verbotsschildes das Problem zum Problem des Landwirts gemacht. Das ist einfach, aber auch sehr billig. Es gibt eine Lösung, aber nur gemeinsam, das nennt man dann Kompromiss oder auch Demokratie. Die Einseitigkeit des Artikels lässt vermuten, dass „Ihr“ den Verursacher am liebsten disziplinieren möchtet, dies steht euch (zum Glück) nicht zu, denn dann hätten wir Diktatur. Schade um die schöne Baum-Allee, aber ein Verbotsschild ist die schlechteste, damit keine Lösung. Und sollte diese Allee verloren gehen, so ist es EURE SCHULD, weil Ihr nicht das Richtige getan habt.
Einseitigkeit vorzuwerfen, ist billig. Wie aus dem Artikel zweifelsfrei hervorgeht, hat sich der Verursacher des Schadens trotz der Bemühungen des Vereins nicht ermitteln lassen. Wie also die „andere Seite“ zu Wort kommen lassen? Und hat die „andere Seite“ überhaupt darauf hingewiesen, dass sie mit der Allee Probleme hat, und auf einen Kompromiss hingearbeitet? In diesem Zusammenhang wäre sicherlich auch interessant zu erfahren, wer sich da hinter „Harald“ verbirgt. Unter diesem Absender bitte keine weiteren Wortmeldungen.
Dazu schreibt mir Prof. Hermann Behrens, Klein Vielen e.V.:
„Harald“ hat sich selbst disqualifiziert. So wie der Mann unseren Hinweis auf den Vorfall kommentiert, müsste er jeden Tag eine Lawine von Kommentaren zu den täglichen Polizeimeldungen lostreten, aus denen ja auch Sie in Ihrem Blog ab und an den einen oder anderen Fall schildern. Andererseits haben wir offenbar „ins Schwarze“ getroffen. Jedenfalls ganz herzlichen Dank für Ihre klare Haltung. Und: Wir setzen auf die Weisheit von 99 Prozent Ihrer Leserschaft.