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Das vollendete Portal der Kapelle schaute sich Jörg Botta (2. von rechts), stellvertrender Bürgermeister von Klein Vielen, zusammen mit Andrea Binkowski, Vorsitzende des Vorstandes der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz (2. von links), und Thomas Hartung, Vorstandsmitglied der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz (links), sowie der Vereinsvorsitzenden Dr. Annegret Stein (3. von links) und weiteren Mitgliedern des Fördervereins Jahn-Kapelle Klein Vielen e.V. an.

Es hat einen langen Atem gebraucht, aber nun ist es fast vollbracht: Seit dem Baubeginn 2017 erstrahlt die Jahn-Kapelle auf dem Klingenberg in Klein Vielen Stück um Stück wieder in altem Glanz. Jetzt ist das Portal vollendet. Es ist sozusagen die Visitenkarte eines Bauwerkes.

Gefördert wurde das Vorhaben von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz. Gemeinsam mit dem Förderverein der Jahn-Kapelle Klein Vielen e.V. haben sie sich für die Restaurierung des Portals eingesetzt und diese finanziell möglich gemacht. „Für uns alle ist das ein ganz besonderer Moment“, sagt Andrea Binkowski, die Vorsitzende des Vorstandes des Sparkasse Mecklenburg-Strelitz. „Immerhin fünf Jahre hat es gedauert, um die fast schon verloren geglaubte Kapelle aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und sie für die Nachwelt zu erhalten.“ Heute freuen sich Einheimische und Urlauber gleichermaßen über dieses einzigartige Kleinod inmitten der mecklenburgischen Landschaft.

Schon zu ihrer Entstehungszeit, um 1850, muss die achteckige kleine Kirche mit ihrem neugotischen Baustil ziemliches Aufsehen erregt haben. Die Handschrift des großherzoglichen Hofbaumeisters Friedrich Wilhelm Buttel (1796–1869) zeigt sich deutlich, wenn man sich die Schlosskirche in Neustrelitz ins Gedächtnis ruft. Gutsbesitzer Eduard Jahn war es, der das Kunstwerk zum Andenken an seine jung verstorbene Frau Johanna in Auftrag gegeben hat. Aber über hundert Jahre lang hatte nun der Zahn der Zeit daran genagt. Vor allem das Dach schien nichts mehr aushalten zu können.

Ungewöhnlich viele Eigenmittel der Gemeinde

So gründeten Engagierte aus Klein Vielen einen Förderverein, um die Gemeinde Klein Vielen bei der Sicherung und Restaurierung der Außenhülle zu unterstützen. Ungewöhnlich viele Eigenmittel brachte die Gemeinde auf. Unterstützung kam von der EU, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Zum Glück sagten auch die Ostdeutsche Sparkassen-Stiftung und die Sparkasse Mecklenburg-Strelitz Hilfe zu: das Kapellen-Portal sollte mit ihrer Unterstützung wieder rekonstruiert werden. Es dauerte einige Jahre bis es tatsächlich dazu kam, denn die Restaurierung musste ja beim Dach beginnen.

Noch ist nicht alles ganz fertig, auch der „Schnecken“-Weg hinauf zur Spitze des Klingenbergs muss noch neu angelegt werden, aber bis zum Tag der Offenen Tür am 11. September soll alles gerichtet sein.

Stiftung fördert seit 1996 Kunst, Kultur und Denkmalpflege

„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert in diesem Sinne seit 1996 Kunst, Kultur und Denkmalpflege. Die Stiftung ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitglieds-sparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Insgesamt 2.371 Projekte wurden zusammen mit den heute 43 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen über 106 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung. Davon wurde allein im Land Mecklenburg-Vorpommern für 366 Projekte eine Gesamtsumme von über 15 Millionen Euro bereitgestellt. Die Sparkassenorganisation ist einer der größten nicht-staatlichen Kulturförderer in Deutschland.