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Bei der Hitze kochen, ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Andererseits verabschiedet sich soeben die Spargelsaison, und einmal sollte das Edelgemüse noch sein.

Davon abgesehen, dass man ja ein Mittagessen auch am späten Nachmittag zubereiten kann, um es dann am frühen Abend bei endlich lauen Winden mit der Ahnung von Erfrischung auf den Terrassen-Tisch bringen kann, während ringsum bei Nachbars die Allzweckwaffe Grill raucht. Übrigens hat sich dieser Tage ein Fleischwerber dahingehend verstiegen, dass es egal sei, ob Holzkohle oder Gas, auf sein Produkt komme es an. Das rüttelt an den Grundfesten. Eigentlich wäre ein kollektiver Aufschrei fällig.

Zurück zur Alternative. Ein Kilo grünen Spargel je Stange in drei Stücke schneiden. Das Gemüse in eineinhalb Litern Brühe, 50 Gramm Butter, einem Teelöffel Zucker und dem Saft von einer Limette garen. Die Stengelstücke brauchen zwölf, die Spitzen acht Minuten bis zu einer guten Bissfestigkeit. Kräftig mit Salz, Pfeffer, Cayenne-Pfeffer und Muskat würzen. Dann den Spargel aus dem Sud heben und gut abtropfen lassen.

Im zweiten Arbeitsgang fünf Knobizehen und zehn Schalotten schälen, in Streifen schneiden und in etwas Olivenöl anbraten. Rund ein Dutzend Eiertomaten halbiert dazugeben und auch den Spargel mitmachen lassen. Zwei Esslöffel Tomatenmark einrühren und die Mischung mit 400 Millilitern passierten Tomaten auffüllen. Aufkochen, wieder Salz, Pfeffer, Muskat und Cayenne-Pfeffer dazugeben. Unser Ragout ist fertig und warmzustellen.

Dann waren da drei Hähnchenbrustfilets, die ich in Butterschmalz gesalzen und gepfeffert angebraten habe. Das Fleisch habe ich anschließend in eine feuerfeste Form gegeben und bei 200 Grad oben und unten im Ofen eine Viertelstunde lang fertig gegart. Unterdessen habe ich im Garten glatte Petersilie und Basilikum gepflückt sowie zwei Esslöffel Honig mit zwei Esslöffeln Weißweinessig angerührt. Fünf Minuten vor Ende der Garzeit wurde das Hähnchenfilet mit der Essig-Honig-Mischung eingepinselt, noch einmal in die Röhre geschoben und dann aufgeschnitten.

Das Fleisch mit dem Ragout auf dem Teller anrichten, mit Petersilie und Basilikum dekorieren und mit geriebenem Cheddar bestreuen. Passt absolut in die Jahreszeit, und ein trockener Weißwein rundet das Mahl vorzüglich ab. Tschüss Spargel, bis zum nächsten Frühjahr, da sind wir konservativ im Speisezettel.