Schlagwörter

,

Die Mexikaner haben es erfunden, aber gerade Eintöpfe wecken bei mir immer die Experimentierfreude. Einmal im Winter ist bei uns Chili con carne angesagt, das so wunderbar durchwärmt. Diesmal sind Zutaten bzw. Beilagen aus Arabien, China und Indien ins Spiel gebracht worden und haben dem Gericht mit Sicherheit nicht geschadet.

Ich habe eine Zwiebel, einen Zucchino, und zwei Möhren fein gewürfelt. Neulich habe ich chinesischen Einzehenknoblauch im Neustrelitzer Kaufland entdeckt. Wie der Name sagt, die Knolle ist die Zehe. Etwas milder im Geschmack, soll aber auch atemfreundlicher sein. Ich bin nach dem Essen nur mit Maske unterwegs gewesen, die Probe aufs Exempel ist vertagt. Jedenfalls, eine Knolle habe ich mutig kleingeschnitten. Dann waren zwei getrocknete Pfefferschoten aus dem eigenen Garten samt Kernen am Start. Schließlich habe ich ein Bund Frühlingszwiebeln in Röllchen geschnitten und das Grün für die Deko beiseite gestellt.

Jetzt wurde in einem größeren Topf in etwas Olivenöl ein Pfund Rinderhack schön krümelig bis zu einem appetitlichen Braun angebraten. Zwiebeln, Knobi, Zucchino, Möhren und Pefferschoten habe ich dazugegeben und unter Rühren kurz auf Temperatur gebracht. Mit Salz, Pfeffer und einem reichlichen Teelöffel Kreuzkümmel würzen. Kreuzkümmel, auch Cumin genannt, stammt aus dem arabischen Raum und gibt dem Chili eine orientalische Note. Mit 350 Millilitern Gemüsebrühe ablöschen. Dann habe ich den Inhalt von je einer kleinen Dose gestückelte Tomaten und Kirschtomaten mit Saft zum Eintopf gegeben und ihn eine runde Viertelstunde köcheln lassen. Drei Minuten vor Schluss habe ich Kidneybohnen und Mais, auch jeweils eine kleine Dose, in einem Sieb abtropfen lassen und untergemengt.

Während der Eintopf auf dem Herd in Fahrt kam, hat im Ofen bei 160 Grad oben und unten eine Scheibe indisches Naan-Brot Farbe angenommen, gibt es auch im Kaufland. Muss ja nicht Tortilla sein! Schließlich wurden auch noch 200 Gramm Ziegenkäse zerbröckelt. Das Chili mit dem Käse und dem Zwiebelgrün anrichten. Disfrute de su comida, um dann doch noch mal unsere mexikanischen Freunde zu würdigen.