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Dramatik pur: Kevin Riechert scheitert auch beim zweiten Elfmeter am Staakener Schlussmann Kevin Otremba.

Schlechte Nachricht aus dem Neustrelitzer Parkstadion: Die Oberligisten der TSG Neustrelitz verlieren ihr Heimspiel gegen den SC Staaken mit 0:3 (0:1). Mannschaftskapitän Kevin Riechert scheiterte bei Foulstrafstößen in der 19. und in der 67. Minute jeweils am Staakener Keeper Kavin Otremba.

Dabei war der erste Elfer drin, musste aber wegen einer Regelwidrigkeit, einer der übrigen Feldspieler war zu schnell losgelaufen, wiederholt werden. Wieder wählte Riechert unten links, aber den Braten hat der Berliner Schlussmann wohl gerochen. In der zweiten Hälfte visierte der TSG-Kapitän dann unten rechts an, aber auch da ahnte der Torwart der Gäste die Ecke.

Tom Kliefoth war wieder einer der Besten auf Seiten der TSG. Beide Strafstöße wurden nach Fouls an ihm verhängt.

Die Neustrelitzer hatten losgelegt wie die Feuerwehr, erspielten sich erste Chancen (Tom Kliefoth, Maciej Liskiewicz), mussten aber schnell feststellen, dass mit den Staakenern jederzeit zu rechnen ist. So in der 22. Minute, als nach einem fatalen Ballverlust Marcel Bremer zum 0:1 einnetzte. Dennoch wurden die Neustrelitzer für ihre Leistung in den ersten 45 Minuten, sie hatten nach dem Führungstor der Staakener noch mal richtig aufgedreht, mit viel Beifall von den rund 450 Zuschauern in die Kabine begleitet.

Mit einem blitzschnellen Konter und einer sehenswerten Kombination im TSG-Strafraum erhöhten die Hauptstädter in der 55. Minute auf 0:2 aus Sicht der Platzherren, diesmal schob Higinio May Mecha, toll bedient von Efraim Gakpeto, das Leder in die Maschen. In der 85. Minute klingelte es zum dritten Mal im TSG-Gehäuse, wieder sah die Defensive bei einem Konter des SC Staaken nicht gut aus. Lovis Steinpilz durfte über seinen Treffer jubeln.

Obwohl der Neustrelitzer Coach Maximilian Dentz alle Möglichkeiten des Auswechselns genutzt hat und fünf frische Spieler in der zweiten Hälfte brachte, ließ sich das Steuer nicht mehr herumreißen. In der 85. Minute hatte der eingewechselte Raivis Vilumsons noch die Möglichkeit zur Resultatsverbesserung. Nach mustergültiger Fanke des unermüdlich ackernden Patrice Otto Epale strich der Kopfball des Letten aber über die Latte.

„Das war schon ein verrückter Spielverlauf, aber so ist Fußball“, kommentierte Dentz nach Abpfiff gegenüber Strelitzius. „Wir dürfen jetzt nicht aufstecken, sondern uns sagen, nun erst recht.“ Seine Jungs verabschiedete er mit aufmunternden Worten. „Regeneriert euch, und dann will ich am Dienstag das gleiche Leuchten in euren Augen sehen, wie heute vor der Partie. Wir gewinnen zusammen, und wir verlieren zusammen.“

Die Platzherren steckten keine Minute auf, aber die Staakener Abwehr war kaum zu knacken.

Das bei Strelitzius traditionelle letzte Wort habe ich heute TSG-Präsident Hauke Runge gegeben. „Ich will unsere Niederlage nicht nur an den vergebenen Strafstößen festmachen. Unsere Mannschaft hat Lehrgeld zahlen müssen. In der Oberliga wird richtig Fußball gespielt, und man darf sich vom Gegner nicht täuschen lassen, egal, wie der zuletzt abgeschnitten hat. Das sollte eine schmerzliche, aber rechtzeitige Erkenntnis sein. Die Staakener haben ihren Erfolg hier absolut verdient.“

Die TSG Neustrelitz rutscht auf Platz 6 der Tabelle ab. Am kommenden Sonnabend treten die Residenzstadtkicker beim Brandenburger SC Süd an, derzeitiger Tabellenvorletzter.

Coach Maximilan Dentz findet aufmunternde Worte.

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