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Falsche Polizisten haben bei arglosen Rentnern in Neubrandenburg und Torgelow am gestrigen Dienstag fette Beute gemacht. Der Senior (86) und die Seniorin (76) wurden um jeweils 30.000 Euro geprellt.

Die Masche war selbst den Ermittlern neu: In der Vier-Tore-Stadt bezogen sich die angeblich aus Spanien stammenden „Fahnder“ auf ein Haustürgeschäft. Tatsächlich hatte das Opfer 2018 von einem spanischen Händler ein Messer-Set und elektrische Geräte für mehrere hundert Euro gekauft. Nun müssten sämtliche Bargeldbestände geprüft werden, hieß es. Das Geld könne am Abend auf dem Revier der Neubrandenburger „Kollegen“ wieder abgeholt werden. Dort flog dann der Schwindel auf, die Kriminellen waren mit dem Geld über alle Berge.

Die Betrüger, die sich als spanische Ermittler ausgegeben haben, können wie folgt beschrieben werden: Erster Tatverdächtiger 35 bis 40 Jahre alt, ca. 1,70 Meter groß, schlank, schwarze, leicht lockige Haare, kurzer Oberlippenbart, er trug eine braune Lederjacke, braune Stoffhose und dunkelbraune Lederschuhe, gepflegtes Äußeres.

Zweiter Tatverdächtiger: 35 bis 40 Jahre alt, ca. 1,80 bis 1,85 Meter groß, schlank, schwarze gelockte Haare mit weit nach unten gehenden Koteletten. Er trug eine braune Stoffjacke, eine dunkle Hose und braune Lederschuhe, gepflegtes Äußeres.

Geld „sicherheitshalber“ ausgehändigt

In Torgelow stellte sich ein falscher BKA-Beamter ein, nachdem die alte Dame zuvor telefonisch von einer „Beamtin“ vor Betrügern gewarnt worden und genötigt worden war, ihr Geld „sicherheitshalber“ abzuheben und dem Bundeskriminalamt vorübergehend zur Sicherung zu überlassen. Was die Seniorin dann bereitwillig tat. Auch hier sind die Betrüger spurlos verschwunden.

Die Neubrandenburger Polizei warnt die Bürger eindringlich davor, Geld an unbekannte Personen herauszugeben, selbst wenn sie sich als Ermittler einer nationalen oder internationalen Polizeibehörde ausgeben. Echte Polizisten würden niemals an die Haustür kommen und Bargeld oder Wertgegenstände verlangen, um alles für weitere Ermittlungen mitzunehmen.

Wer weitere Angaben zu dem Sachverhalt, insbesondere zu den beschriebenen Tatverdächtigen, machen kann oder selbst Opfer einer solchen Masche geworden ist, wendet sich bitte telefonisch an die Einsatzleitstelle unter Telefon 0395 55822224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder aber an jede andere Polizeidienststelle.