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Es ist nicht immer gut, auf der Höhe der Zeit zu sein. Schon gar nicht, wenn Teile der autofahrenden Menschheit noch nicht so weit sind. Und weil das nervt, wünsche ich mir jetzt zu Weihnachten einen Lautsprecher. Der sollte ordentlich Power haben, ich will ihn nämlich auf dem Dach meines Autos montieren und meine Botschaft auch bei höheren Geschwindigkeiten noch unmissverständlich und vorbeugend an Ewiggestrige bringen. Vier in Endlosschleife erschallende Wörter reichen, nicht ganz sauber im Satzbau, aber eindringlich: „Das Licht soll so!“

Vielleicht begreift dann selbst der letzte Tranfunzelfahrer, dass auch in der Automobilindustrie die Ära der LED-Beleuchtung angebrochen ist, die nun mal heller kann als die Scheinwerfer bei denen, die mich da permanent belichthupen. Und nein, bei meiner Bewegungshilfe ist mit der Leuchtweite auch alles in Ordnung. Die reguliert sich je nach Beladung meines fahrbaren Untersatzes automatisch. Übrigens werden auch Fern- und Abblendlicht ohne mein Zutun ein- und ausgeschaltet, um mal noch einen Satz zu meiner Verteidigung zu verlieren. Funktioniert absolut zuverlässig.

In der Hoffnung, auf meinen täglichen Wegen per Lerneffekt die Zahl der Lichthuper zu dezimieren, lichthupe ich immer zurück, um den Beweis anzutreten, dass da noch viel mehr geht. Denn das kann ich noch per Hand bewerkstelligen. Ist zugegeben nicht die feine englische Art, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Aber wenn ich erst mal den Lautsprecher in Betrieb genommen habe, wird man sich noch nach meiner stillen Rechtfertigung zurücksehnen.