Ernst-August von der Wense

Ernst-August von der Wense (CDU) ist neuer Stadtpräsident von Neustrelitz. Seine Wahl erfolgte am Donnerstagabend auf der konstituierenden Sitzung der Stadtvertretung in der Residenzstadt mit einer Gegenstimme. Von der Wenses 1. Stellvertreter ist Manfred Schwarz (Die Linke), der zweite Vizepräsident Martin Kley (SPD).

Außerdem wurden die Vizebürgermeister Christian Butzki (CDU) als 1. Stellvertreter und Karsten Rohde (SPD) als 2. Stellvertreter von Stadtoberhaupt Andreas Grund in ihren Ämtern bestätigt. Ein neuer Bürgermeister war bei der jüngsten Kommunalwahl in Neustrelitz nicht zu wählen.

Ernst-August von der Wense dankte seinem Vorgänger Christoph Poland für seine unermüdliche Arbeit zum Wohl der Stadt. Was die Erwartungen in den neuen Stadtpräsidenten anginge, so dürften die keine Einbahnstraße sein. „Auch  ich habe Erwartungen. Das ist in erster Linie ein vertrauens- und respektvoller Umgang miteinander über alle Fraktionsgrenzen hinaus.
Hier haben wir in den letzten Jahren etwas aufgebaut, was es wert ist, fortgesetzt zu werden. Dabei schaden keine unterschiedlichen Auffassungen in Sachfragen und auch keine hitzigen Debatten. Das ist Demokratie, das gehört dazu. Das verlangt auch, dass wir Demokraten so etwas aushalten.“

Politische Mandatsträger müssten sich als Vorbilder über die Notwendigkeit des sensiblen Umgangs mit Worten und Umgangsformen im Klaren sein. Sprache beeinflusse das gesellschaftliche Klima. „Mit anderen Worten: Ich sehe meine Aufgabe als Stadtpräsident auch darin, an das notwendige Verantwortungsbewusstsein zu erinnern, mäßigend und gegebenenfalls auch maßregelnd einzuwirken“, so von der Wense. Das nehme er sich im Rahmen der Kommunalverfassung, der Hauptsatzung und der Geschäftsordnung heraus.

In der neuen Neustrelitzer Stadtvertretung haben CDU und SPD je sieben und die Linken fünf Sitze. Die AfD hat vier Mandate, die Grünen drei, die FDP zwei und PuLS ein Mandat.