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Feuerwehren an der Absturzstelle zwischen Silz und Jabel am Kriegerdenkmal. Foto: NonstopNews Müritz

Zwei Eurofighter der Bundesluftwaffe sind heute gegen 14 Uhr bei Nossentiner Hütte in der Luft zusammengestoßen und abgestürzt. Anwohner alarmierten Polizei und Feuerwehren wegen des Unglücks zwischen Fleesensee und Drewitzer See. Zwei Fallschirme sollen gesichtet worden sein. Inzwischen scheint klar, dass nur einer der beiden Piloten den Crash überlebt hat. Er wurde von Polizisten gegen 14.45 Uhr verletzt in einer Baumkrone in etwa zwanzig Metern Höhe entdeckt und ins Krankenhaus gebracht.

Eine Absturzstelle befindet sich im Bereich des Fliegerdenkmals zwischen Silz und Jabel in einem Waldgebiet. Das zweite Flugzeug ist auf einem Feld am Waldrand südwestlich der Ortschaft Nossentiner-Hütte abgestürzt. Weitere Personen wurden offenbar nicht verletzt.

Mit zahlreichen Polizeibeamten, zwei eigenen und einem
Polizeihubschrauber aus Brandenburg, mehreren Polizeidiensthunden, Beamten der Wasserschutzpolizei, der Bereitschaftspolizei und der Rettungshundestaffel waren die Suchmaßnahmen nach dem zweiten Piloten intensiviert worden. Gegen 15.50 Uhr wurden Leichenteile in der Nähe
von Silz aufgefunden. „Wir können derzeit nicht bestätigen, dass es sich dabei um den zweiten Piloten handelt“, so die Polizei.

Die Kollision der beiden Bundeswehrmaschinen hat in unbebautem Gebiet Waldbrände verursacht. Es sind zwölf Feuerwehren mit etwa 100 Einsatzkräften aus den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Rostock im Einsatz. Die Feuerwehrleute haben nun die Nachsorge und Absicherung der Waldbrände übernommen. Die Feuerwehr der Bundeswehr Utzedel ist ebenfalls am Einsatzort.

Parallel zu den beiden Feuerwehreinsatzorten Silz und Nossentiner Hütte gab es einen Wasserrettungseinsatz, bei dem die Freiwillige Feuerwehr Rechlin und die Wasserwacht Waren (Müritz) zum Einsatz kamen. Der Verdacht einer Person im Wasser bestätigte sich jedoch nicht. Unterstützung gibt es auch von der Malchower Landesschule für Land- und Katastrophenschutz M-V. Kräfte und Material aus der FTZ Neuendorf und aus Neustrelitz sind ebenfalls vor Ort.