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Kürsat Mahmut Cicek, hier in einem früheren Spiel, hat heute in Unterzahl für den Ausgleich gesorgt. Wie gewonnen, so zerronnen, zwei Minuten später flog Bartosz Flis vom Platz.

Mit gleich zwei kassierten Roten Karten gegen Arbnor Dervishaj in der 27. Minute – darüber lässt sich diskutieren – und gegen Bartosz Flis in der 68. Minute – klare Tätlichkeit – hat sich die Oberliga-Elf TSG Neustrelitz heute in Staaken beim 1:2 (0:0) selbst auf die Verliererstraße gebracht. Besonders bitter, das ist Fußball, hatten die Neustrelitzer mit neun Mann auf dem Spielfeld bis zur 91. Minute mit einer tollen Defensivleistung das Remis verteidigt. Dann entschied der Unparteiische auf Strafstoß für die Staakener…

Zwischenzeitlich hatte Kürsat Mahmut Cicek in Unterzahl das 1:1 in der 66. Minute besorgt, nachdem die Gastgeber in der 55. Minute nach einer Ecke per Kopf in Führung gegangen waren. Da hatte unsere Mannschaft mal kurz in der Aufmerksamkeit nachgelassen. Schwacher Trost, dass den Staakenern trotz der Platzverweise gegen die Neustrelitzer kein Treffer aus dem Spiel heraus gelungen ist.

„Wir müssen einfach cleverer werden“, kommentierte TSG-Cotrainer Robert Gerhardt die Niederlage, „ein Punkt war drin.“ So ist Bartosz Flis nach seiner Einwechslung ganze sechs Minuten auf dem Platz gewesen und heruntergeflogen, als eben Cicek für den Ausgleich gesorgt hatte. Wie unbeherrscht muss man sein!

Insgesamt hat das Trainerduo wohl sieben Mal die Formation gewechselt, um den Schaden zu begrenzen. So wurde Angriffshoffnung Axel Togbe in der 41. Minute gegen Przemyslaw Krzysztof Lagiewczyk (Emek) ausgewechselt, um die Defensive zu stärken. „Das Glück war nicht auf unserer Seite“, fasste mein Blogpartner zusammen. Ich kann nur sagen, dass Fußball zunächst mal keine Glückssache ist. Aber das kommentiert sich aus der Distanz leicht.

Trotz der heutigen Niederlage sind die Residenzstadtkicker Tabellensechster geblieben. Nächster Gegner der Elf von Coach Tomasz Grzegorczyk ist am kommenden Sonntag, den 7. April, um 13.30 Uhr im Neustrelitzer Parkstadion Lok Stendal. Der Tabellenvorletzte hat heute gegen den Torgelower Greif daheim mit 1:4 die Jacke voll bekommen. Da sollten unsere Jungs nachlegen.