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Die Neustrelitzer Stadtvertreter werden sich auf ihrer morgigen Sitzung erneut mit dem Beitritt der Kommune zur Klärschlamm-Kooperation Mecklenburg-Vorpommern GmbH (KKMV) beschäftigen. Der Beschluss war im Oktober unter anderem vertagt worden, nachdem die Fraktion PuLS/FDP/Grüne eine Klärschlammverbrennung im Biomasseheizkraftwerk der Neustrelitzer Stadtwerke angefragt und eine entsprechende Prüfung ausgelöst hatte (Strelitzius berichtete).

Die Gesellschaft wurde von 15 abwasserbeseitigungspflichtigen Körperschaften gegründet und ist die größte ihrer Art in Deutschland. Die Neubrandenburger Wasserbetriebe GmbH und die Stadt Neustrelitz sollen nachträglich aufgenommen werden. Die KKMV wurde mit dem Ziel gegründet, den Klärschlamm der Gesellschafter in einer eigenen Mono-Verbrennungsanlage zu verwerten. Die Anlage soll 2021/22 den Betrieb in Rostock aufnehmen. Mit dem Klärschlamm der Gesellschafter können ca. 90 Prozent der Kapazität der Verbrennungsanlage abgedeckt werden.

Als Alternative wurde der Aufbau einer eigenen Verbrennungsanlage in Neustrelitz erwogen. Um diese wirtschaftlich betreiben zu können, müsste allerdings Klärschlamm in Größenordnungen von außen angefahren werden, was als nicht zielführend verworfen wurde. Bestehende Verbrennungsanlagen in Berlin und Rostock hingegen haben keine freien Kapazitäten. Die Mitverbrennung im Biomasseheizkraftwerk kann nach Prüfung durch das Schweriner Ingenieurbüro Friedrich, das auf dem Gebiet der Siedlungswasserwirtschaft in MV tätig ist, nicht empfohlen werden. Die öffentliche Stadtvertretersitzung beginnt morgen um 18 Uhr im Rathaus Neustrelitz.