Schlagwörter

, , , ,

Hauke Runge (links) und Tomasz Grzegorczyk vor den Sponsoren, links im Hintergrund Klaus Mewes.

Noah Stövesand. Foto: M. Schütt

Entschuldigung in die Runde der TSG-Fans, dass ich gestern zu später Stunde leicht erschöpft Nick und Noah Stövesand vertauscht habe. Ich hoffe vor allem, dass Noah es leicht nimmt. Noah, ich weiß es besser!

Vor dem 2:3 verlorenen Punktspiel unserer Kicker gegen die von Hansa Rostock II (Strelitzius berichtete) hatte es am Freitagabend ein Sponsorentreffen im Parkstadion gegeben. Dazu hatte sich auch Landrat Heiko Kärger (CDU) eingestellt. Das Gute Vorweg: Nachdem die TSG 2015 finanziell die Reißleine gezogen hat, schreibt sie seit 2017 wieder eine „schwarze Null“, wie es Präsident Hauke Runge auf den Punkt brachte.

Das „knallharte Sparprogramm“ habe aber bis heute nichts daran geändert, dass der Verein jeden Cent drei Mal umdrehen muss. So habe sich der Verein zu Saisonbeginn keinen weiteren Angreifer leisten können, obwohl da dringend noch einer nötig wäre. Der Etat habe es nicht zugelassen. Hauke Runge dankte abschließend allen Anwesenden für ihre „Leidensfähigkeit“.

TSG-Vizepräsident Klaus Mewes hatte dann an Klartext noch einiges mehr zu berichten. „Finanziell war die Regionalliga eine Nummer zu groß für uns.“ Alles, was die TSG in ihrem harten Streichprogramm einspare, werde inzwischen durch den Rückgang an Zuschauern, vor allem aber durch den Absprung von Sponsoren egalisiert. Die Kassenlage sei nach wie vor angespannt, die zu 80 Prozent durch das Sponsoring bestimmt werden. Die sportliche Entwicklung des Vereins, wirtschaftliche Schwierigkeiten der Sponsoren selbst und eine bislang wenig erfolgreiche Werbung neuer Förderer habe zu einer Finanzierungslücke geführt, die dringend geschlossen werden müsse.

Mewes appellierte an alle Sponsoren, ihre Netzwerke für die Gewinnung und Rückgewinnung von Förderern zu nutzen. Der Vorstand wolle da mit gutem Beispiel vorangehen. „Der Fußball gehört ebenso zu Neustrelitz, wie das Theater, die Tanzkompanie oder der Volleyball“, bekräftigte Mewes.

Trainer Tomasz Grzegorczyk trat nur kurz auf, er musste an seinen Arbeitsplatz, und gestand ein, dass seine Mannschaft zu wenige Tore schieße. Er sieht da aber noch Entwicklungspotenzial, neue Mannschaft, neuer Coach. Leider folgte eine Niederlage, wenn auch vom Schiedsrichter begünstigt. Sponsorentreffen und Punktspiel an einem Tag, vielleicht doch nicht die ganz gute Abfolge.