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In der zweiten Halbzeit hatte die TSG das Spiel an sich gerissen, aber der Ausgleich sollte nicht mehr sein.

Am 13. Spieltag in der Fußball-Oberliga Nord ist die Serie von zehn Spielen ohne Niederlage in Folge für die TSG Neustrelitz zu Ende. Im heimischen Parkstadion unterliegt die Elf von Coach Tomasz Grzegorczyk Hansa Rostock II vor 350 Zuschauern mit 2:3 (1:3).

Roman Bobak schoss ein tolles Tor.

Nach vorsichtigem Abtasten auf beiden Seiten verlieren die Gastgeber in der 12. Minute ohne Not im Mittelfeld den Ball. Die Hanseaten schalten blitzschnell um und es steht 0:1. Aber die Neustrelitzer schlagen zurück. In der 15. Minute netzt Bartosz Flis nach schönem Pass von Djibril N’Diaye zum Ausgleich ein. Dann zwei fatale Entscheidungen von Schiedsrichter Justin Weigt aus Zossen. In der 36. Minute schenkt er den Kogge-Kickern einen Elfmeter, den die zur erneuten Führung nutzen. Die Platzherren leicht angeknockt, und schon drei Minuten fällt aus stark abseitsverdächtiger Position das 1:3.

Nun lief alles kreuz und quer bei der TSG, und noch mal zwei Minuten später können die Neustrelitzer gerade noch den Ball von der Linie kratzen, nachdem Keeper Felix Junghan schon ausgespielt ist. Gleich drei Rostocker hatten sich durchgesetzt, die Neustrelitzer Defensivabteilung erinnert an das vielzitierte offene Scheunentor.

Djibril N’Diaye musste verletzt ausgewechselt werden.

In der zweiten Hälfte übernimmt dann die TSG die Regie, während die Gäste kaum noch zu Chancen kommen. Mit dem schönsten Tor des Tages verkürzt Roman Bobak per Seitfallzieher auf 2:3. In der 62. Minute muss TSG-Torjäger Djibril N’Diaye verletzt ausscheiden, für ihn kommt Noah Stövesand. An Möglichkeiten zum Ausgleich hat es den Residenzstadtkickern nicht gemangelt, aber Kürsat Mahmut Cicek, Maciej Liskiewicz und Noah Stövesand bringen das Runde nicht in das Eckige.

Plötzlich brechen die Rostocker doch noch mal durch. Junghan rettet mit einer tollen Parade, der Nachschuss geht ans Aluminium. Dann, kurz vor Abpfiff, wird Cicek im Strafraum böse von den Beinen geholt. Aber da bleibt der Elfmeterpfiff aus. Entsprechend die Empörung bei Spielern, Trainern und Fans der TSG.

Kürsat Mahmut Cicek am Boden und die TSG-Spieler fassungslos über die Entscheidung des Schiedsrichters.

„Das war die schlechteste Schiedsrichterleistung, die ich bisher in der Liga erlebt habe“, sagte mir Cotrainer Robert Gerhardt nach dem Spiel. „Wir haben in der zweiten Halbzeit eindrucksvoll gezeigt, dass wir Fußball spielen können. Es geht weiter.“ TSG-Präsident Hauke Runge formulierte es zurückhaltender: „Wir sind vom Schiedsrichter nicht gerade bevorzugt worden. Jede Serie reißt einmal. Der Kampfgeist unserer Jungs hat jedenfalls gestimmt.“

Vor der heutigen Begegnung hatte im Parkstadion ein Sponsorentreffen der TSG stattgefunden. Dazu morgen mehr. Am Sonnabend, den 24. November, treten die Neustrelitzer Oberligisten beim Brandenburger FC Süd 05 an.